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Vigantol 1000 IE VIT D3 (100 St.)

Vigantol 1000 IE VIT D3 (100 St.)

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Type : Mineralien

SKU : 13155684

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Vigantol 1000 I.E. Vitamin D3 Tabletten.
Wirkstoff: Colecalciferol. Anwendungsgebiete: zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) und Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen), zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) bei Frühgeborenen, zur Vorbeugung bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei ansonsten Gesunden ohne Resorptionsstörung (Störung der Aufnahme von Vitamin D im Darm) bei Kindern und Erwachsenen und zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose (Abbau von Knochensubstanz) bei Erwachsenen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Vigantol 1000 I.E. Vitamin D3 Tabletten zur Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen
Wirkstoff: Colecalciferol
Vitaminpräparat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie. Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Vigantol 1000 I.E. jedoch vorschriftsgemäß eingenommen werden.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


  1. Was ist Vigantol 1000 I.E. und wofür wird es angewendet?
  2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Vigantol 1000 I.E. beachten?
  3. Wie ist Vigantol 1000 I.E. einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Vigantol 1000 I.E. aufzubewahren?
  6. Weitere Informationen


1. Was ist Vigantol 1000 I.E. und wofür wird es angewendet?

Vigantol 1000 I.E. ist ein Vitaminpräparat: Vigantol 1000 I.E. enthält Colecalciferol (entspricht Vitamin D3). Vigantol 1000 I.E. wird angewendet zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) und Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen), zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) bei Frühgeborenen, zur Vorbeugung bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei ansonsten Gesunden ohne Resorptionsstörung (Störung der Aufnahme von Vitamin D im Darm) bei Kindern und Erwachsenen und zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose (Abbau von Knochensubstanz) bei Erwachsenen.

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Vigantol 1000 I.E. beachten?

Vigantol 1000 I.E. darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Colecalciferol oder einen der sonstigen Bestandteile von Vigantol 1000 I.E. sind.
  • wenn Sie an Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) und/oder
  • wenn Sie an Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Harn) leiden.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Vigantol 1000 I.E. ist erforderlich:
  • bei Neigung zur Bildung kalziumhaltiger Nierensteine,
  • wenn Sie eine eingeschränkte Ausscheidung von Kalzium und Phosphat über die Niere haben.
  • bei Behandlung mit Benzothiadiazin-Derivaten (Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung).
  • bei immobilisierten Patienten, da das Risiko einer Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) und Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Harn) besteht. Bei diesen Patienten sollten die Kalziumwerte im Blut und Urin überwacht werden.
  • wenn Sie an Sarkoidose leiden, da das Risiko einer vermehrten Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form besteht. In diesem Fall sollten die Kalziumwerte im Blut und Urin überwacht werden.
  • wenn Sie an Pseudohypoparathyreoidismus (Störung des Parathormonhaushaltes) leiden, da der Vitamin D-Bedarf infolge der phasenweise normalen Vitamin D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein kann. Dann besteht das Risiko einer lang dauernden Überdosierung. Hierfür stehen leichter steuerbare Wirkstoffe mit Vitamin D-Aktivität zur Verfügung.


Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die mit Vigantol 1000 I.E. behandelt werden, sollte die Wirkung auf den Kalzium- und Phosphathaushalt überwacht werden. Vigantol 1000 I.E. sollte bei Säuglingen und Kleinkindern mit Vorsicht angewendet werden, da diese die Tabletten möglicherweise nicht schlucken können. Es wird empfohlen, die Tabletten stattdessen wie angegeben aufzulösen oder Tropfen zu verwenden. Falls andere Vitamin D-haltige Arzneimittel verordnet werden, muss die Dosis an Vitamin D aus Vigantol 1000 I.E. berücksichtigt werden. Weitere Verabreichungen von Vitamin D oder Kalzium sollten nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. In solchen Fällen müssen die Kalziumwerte im Blut und Urin überwacht werden.

Tagesdosen über 500 I.E./d:
Während einer Langzeitbehandlung mit Vigantol 1000 I.E. sollten die Kalziumwerte im Blut und im Harn überwacht und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden. Diese Kontrolle ist besonders wichtig bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden (Arzneimittel zur Förderung der Herzfunktion) oder Diuretika (Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung). Falls Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) oder Anzeichen einer eingeschränkten Nierenfunktion auftreten, muss die Dosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden. Es wird empfohlen, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung abzubrechen, wenn der Kalziumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) überschreitet.

Tagesdosen über 1000 I.E./d:
Während einer Langzeitbehandlung mit Tagesdosen über 1000 I.E. Vitamin D sollten die Serumkalziumwerte überwacht werden.

Bei Einnahme von Vigantol 1000 I.E. mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Vigantol 1000 I.E.?
Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) oder Barbiturate (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und Schlafstörungen sowie zur Narkose):
Sie können die Wirkung von Vitamin D beeinträchtigen.

Thiazid-Diuretika (Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung):
Sie können durch Verringerung der Kalziumausscheidung über die Niere zu einer Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) führen. Die Kalziumwerte im Blut und Urin sollten daher während einer Langzeitbehandlung überwacht werden.

Gleichzeitige Verabreichung von Glukokortikoiden (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen):
Kann die Wirkung von Vitamin D beeinträchtigen.

Vitamin D-Metaboliten oder -Analoga (z.B. Calcitriol):
Eine Kombination mit Vigantol 1000 I.E. ist nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Die Kalziumwerte im Blut sollten überwacht werden.

Rifampicin und Isoniazid (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose):
Der Metabolismus von Vitamin D kann gesteigert werden, was dessen Wirksamkeit reduzieren kann.

Wie beeinflusst Vigantol 1000 I.E. die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
Das Risiko für Nebenwirkungen bei der Einnahme von Herzglykosiden (Arzneimittel zur Förderung der Herzfunktion) kann infolge einer Erhöhung der Kalziumwerte im Blut während der Vitamin D-Behandlung steigen (Risiko für Herzrhythmusstörungen). Patienten sollten hinsichtlich EKG und Kalziumwerten in Blut und Harn sowie gegebenenfalls des Arzneimittelserumspiegels überwacht werden. Beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit:

Schwangerschaft – Tagesdosen bis 500 I.E./d:
Bisher sind im angegebenen Dosisbereich keine Risiken bekannt geworden. Lang dauernde Überdosierungen von Vitamin D sind in der Schwangerschaft zu verhindern, da eine daraus resultierende Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) zu körperlicher und geistiger Behinderung sowie angeborenen Herz- und Augenerkrankungen des Kindes führen kann.

Schwangerschaft – Tagesdosen über 500 I.E./d:
In der Schwangerschaft soll Vigantol 1000 I.E. nur bei strenger Indikationsstellung und nur in der zur Behebung des Mangels absolut notwendigen Dosierung eingenommen werden. Überdosierungen von Vitamin D in der Schwangerschaft sind zu verhindern, da lang dauernde Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) zu körperlicher und geistiger Behinderung sowie angeborenen Herz- und Augenerkrankungen des Kindes führen kann.

Stillzeit:
Vitamin D und seine Stoffwechselprodukte gehen in die Muttermilch über. Eine auf diese Weise hervorgerufene Überdosierung bei Säuglingen ist nicht beobachtet worden.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Vigantol 1000 I.E.:
Dieses Arzneimittel enthält Sucrose. Bitte nehmen Sie Vigantol 1000 I.E. erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Vigantol 1000 I.E. einzunehmen?

Nehmen Sie Vigantol 1000 I.E. immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
  • Zur Vorbeugung gegen Rachitis täglich 1/2 Tablette Vigantol 1000 I.E. (entsprechend 0,0125 mg oder 500 I.E. Vitamin D). Die Dosierung wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Im Allgemeinen wird bei Frühgeborenen zur Vorbeugung gegen Rachitis 1 Tablette Vigantol 1000 I.E. täglich (entsprechend 0,025 mg oder 1000 I.E. Vitamin D) empfohlen.
  • Zur Vorbeugung bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung täglich 1/2 Tablette Vigantol 1000 I.E. (entsprechend 0,0125 mg oder 500 I.E. Vitamin D).
  • Zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose täglich 1 Tablette Vigantol 1000 I.E. (entsprechend ca. 0,025 mg oder 1000 I.E. Vitamin D).


Tagesdosen über 500 I.E./d:
Während einer Langzeitbehandlung mit Vigantol 1000 I.E. sollten die Kalziumwerte im Blut und im Harn regelmäßig überwacht und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins beurteilt werden. Eine Dosisanpassung kann je nach Blutkalziumwerten erforderlich sein.

Art der Anwendung:
Säuglinge und Kleinkinder:
Die Tablette auf einem Teelöffel oder in einem kleinen durchsichtigen Gläschen (z.B. Schnapsglas) in ca. 5 – 10 ml Wasser zerfallen lassen. Der Zerfall der Tablette erfordert etwas Zeit (mindestens 2 Minuten). Durch leichtes Hin- und Herbewegen kann dieser Vorgang beschleunigt werden. Um unerwünschte Komplikationen, wie z.B. das versehentliche Eindringen der Tablette in die Atemwege („Verschlucken“), zu vermeiden, darf die Tablette Säuglingen und Kleinkindern niemals unaufgelöst verabreicht werden. Die aufgelöste Tablette dem Kind direkt, am besten während einer Mahlzeit, verabreichen. Der Zusatz in eine Flaschen- oder Breimahlzeit für Säuglinge ist nicht zu empfehlen, da hierbei keine vollständige Zufuhr garantiert ist. Sollen die Tabletten dennoch in der Nahrung verabreicht werden, so sollte die Zugabe erst nach dem Kochen und anschließenden Abkühlen erfolgen. Bei Verwendung vitaminisierter Lebensmittel ist die darin enthaltene Vitamin D-Menge zu berücksichtigen.

Erwachsene:
Die Tabletten mit ausreichend Wasser einnehmen.

Dauer der Anwendung:
Säuglinge erhalten Vigantol 1000 I.E. vom Ende der ersten Lebenswoche an bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Im zweiten Lebensjahr sind weitere Gaben von Vigantol 1000 I.E. insbesondere in den Wintermonaten zu empfehlen. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt nach der notwendigen Behandlungsdauer!

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Vigantol 1000 I.E. zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Vigantol 1000 I.E. eingenommen haben, als Sie sollten:

Tagesdosen bis 500 I.E./d:
  • Symptome der Überdosierung: Eine lang dauernde Überdosierung von Vitamin D kann zu Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) und Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Harn) führen. Bei erheblicher und lang dauernder Überschreitung können Verkalkungen in den Organen entstehen.
  • Behandlungsmaßnahmen bei Überdosierung: Symptome einer chronischen Überdosierung mit Vitamin D können eine Steigerung der Harnproduktion sowie die Gabe von Glukokortikoiden (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen) und Calcitonin (Hormon, das die Kalziumkonzentration im Blut reguliert) erfordern.


Tagesdosen über 500 I.E./d:
  • Symptome der Überdosierung: Ergocalciferol (Vitamin D2) und Colecalciferol (Vitamin D3) haben nur eine relativ geringe therapeutische Breite. Bei Erwachsenen mit normaler Funktion der Nebenschilddrüsen liegt die Schwelle für Vitamin D-Intoxikation zwischen 40.000 und 100.000 I.E. pro Tag über 1 bis 2 Monate. Säuglinge und Kleinkinder können schon auf weitaus geringere Dosen empfindlich reagieren. Daher wird vor der zusätzlichen Einnahme von Vitamin D ohne ärztliche Kontrolle gewarnt. Bei Überdosierung kommt es neben dem Anstieg von Phosphor im Blut und im Urin zum Hyperkalzämie-Syndrom (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut), später auch zur Kalziumablagerung in den Geweben und insbesondere in den Nieren (Nierensteine und Nierenverkalkung) und in den Gefäßen. Die Symptome einer Intoxikation sind wenig charakteristisch und äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, anfangs oft Durchfall, später Verstopfung, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche sowie anhaltender Schläfrigkeit, Azotämie (erhöhter Stickstoffgehalt im Blut), gesteigertem Durst, vermehrter Harnausscheidung und in der Endphase Austrocknung. Typische Laborbefunde sind Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut), Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Harn) sowie erhöhte Serumwerte für 25-Hydroxycalciferol.
  • Behandlungsmaßnahmen bei Überdosierung: Die Behandlung der Überdosierung erfordert Maßnahmen gegen die oft lang dauernde und unter Umständen bedrohliche Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut). Als erste Maßnahme ist das Vitamin D-Präparat abzusetzen, die Normalisierung der Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) infolge einer Vitamin D-Intoxikation dauert mehrere Wochen. Je nach Ausmaß der Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) können kalziumarme Kost, reichliche Flüssigkeitszufuhr, die gemeinsame Anwendung des Arzneimittels Furosemid zur Steigerung der Harnausscheidung sowie die Verabreichung von Glukokortikoiden (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen) und Calcitonin (Hormon, das die Kalziumkonzentration im Blut reguliert) zur Anwendung kommen. Bei ausreichender Nierenfunktion sind Infusionen mit isotonischer Natriumchloridlösung (3–6 l in 24 Stunden) mit Zusatz von Furosemid (Arzneimittel zur Steigerung der Harnausscheidung) sowie gegebenenfalls auch 15 mg/kg Körpergewicht/Stunde Natriumedetat (Arzneimittel, das Kalzium im Blut bindet) unter fortlaufender Überwachung der Kalzium- und EKG-Werte relativ wirkungsvoll kalziumsenkend. Bei eingeschränkter Harnausscheidung ist dagegen eine Hämodialyse (Blutwäsche) mit einem kalziumfreien Dialysat angezeigt.


Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht. Fragen Sie bei den Symptomen der Überdosierung von Vitamin D Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Vigantol 1000 I.E. vergessen haben:
Wenn Sie einmal zu wenig Vigantol 1000 I.E. eingenommen oder die Einnahme vergessen haben, so nehmen Sie bitte beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Einnahme wie vorgesehen fort.

Wenn Sie die Einnahme von Vigantol 1000 I.E. abbrechen:
Bei einer Unterbrechung oder vorzeitigen Beendigung der Behandlung können sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder erneut auftreten. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Vigantol 1000 I.E. Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist nicht bekannt, da keine größeren klinischen Studien durchgeführt wurden, die eine Einschätzung der Häufigkeit erlauben.

Mögliche Nebenwirkungen:
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) und Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Harn).

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:
Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Vigantol 1000 I.E. aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Aufbewahrungsbedingungen: Nicht über 25°C lagern. Bewahren Sie Vigantol 1000 I.E. in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6. Weitere Informationen

Was Vigantol 1000 I.E. enthält:
Der Wirkstoff ist: Colecalciferol. 1 Tablette enthält 25 µg Colecalciferol, entsprechend 1000 I.E. Vitamin D3. Die sonstigen Bestandteile sind: hochdisperses Siliciumdioxid (Ph.Eur.), Maisstärke (Ph.Eur.), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ C) (Ph.Eur.), Talkum (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Natriumascorbat (Ph.Eur.), mittelkettige Triglyceride (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), modifizierte Stärke, Sucrose (Ph.Eur.), alpha-Tocopherol (Ph.Eur.).

Wie Vigantol 1000 I.E. Vitamin D3 Tabletten aussehen und Inhalt der Packung:
Vigantol 1000 I.E. ist eine fast weiße bis gelbliche, runde, beidseitig abgeflachte Tablette mit facettiertem Rand und einer Bruchrille sowie einer Prägung EM 61 auf der Oberseite. Die Tablette ist teilbar in gleiche Hälften. Packungen mit 30, 50, 90, 100 und 200 Tabletten. Blister aus PVC-Unterfolie und Aluminiumfolie.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Pharmazeutischer Unternehmer:
Merck Selbstmedikation GmbH
Frankfurter Straße 250
64293 Darmstadt
Tel: 06151-856 2323
E-Mail: medservice-vitaminD@merckgroup.com

Hersteller:
Merck KGaA & Co.
Werk Spittal
Hösslgasse 20
9800 Spittal/Drau
Österreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im Februar 2017 überarbeitet.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Datum: 04/2018

Wirkstoff: Colecalciferol. Anwendungsgebiete: zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) und Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen), zur Vorbeugung gegen Rachitis (Verkalkungsstörungen des Skeletts im Wachstumsalter) bei Frühgeborenen, zur Vorbeugung bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei ansonsten Gesunden ohne Resorptionsstörung (Störung der Aufnahme von Vitamin D im Darm) bei Kindern und Erwachsenen und zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose (Abbau von Knochensubstanz) bei Erwachsenen.