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Talcid (20 St.)

Talcid (20 St.)

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Type : Magen & Darm

SKU : 02530481

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Talcid Kautabletten.
Wirkstoff: Hydrotalcit. Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) sowie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Talcid Kautabletten
Wirkstoff: 500 mg Hydrotalcit

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
Dieses Arzneimittel ist ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um jedoch den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, müssen Talcid Kautabletten vorschriftsmäßig angewendet werden.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach 2 Wochen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was sind Talcid Kautabletten und wofür werden sie angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Talcid Kautabletten beachten?
  3. Wie sind Talcid Kautabletten einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie sind Talcid Kautabletten aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was sind Talcid Kautabletten und wofür werden sie angewendet?

Talcid Kautabletten sind ein Antazidum. Das sind Stoffe, die überschüssige Magensäure binden. Sie werden angewendet zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) sowie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Talcid Kautabletten beachten?

Talcid Kautabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Hydrotalcit oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile sind. Wenn Sie an schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen leiden, dürfen Sie Talcid Kautabletten nicht einnehmen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion besteht bei langfristiger Einnahme hoher Dosen von Talcid Kautabletten ein erhöhtes Risiko einer Magnesium- und Aluminiumanreicherung im Blut. Eine erhöhte Aluminiumanreicherung kann langfristig zu einer schmerzhaften Knochenerweichung (Osteomalazie) oder zu krankhaften, nicht-entzündlichen Veränderungen im Gehirn (Enzephalopathie) führen. Daher dürfen Talcid Kautabletten bei eingeschränkter Nierenfunktion nur unter regelmäßiger Kontrolle der Serumspiegel von Magnesium und Aluminium durch einen Arzt angewendet werden. Ein Aluminiumspiegel von 40 µg/l sollte nicht überschritten werden. Wenn Sie z. B. einen Phosphatmangel (Hypophosphatämie) aufgrund einer phosphatarmer Ernährung haben, oder wenn Sie an krankhafter Muskelschwäche oder Ermüdung (Myasthenia gravis) leiden, sollten Sie Talcid Kautabletten nicht einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Talcid Kautabletten einnehmen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Morbus Alzheimer und anderen Demenzen oder bei phosphatarmer Ernährung sollten Sie eine Langzeiteinnahme hoher Dosen Talcid Kautabletten vermeiden. Anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z. B. eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs. Eine Behandlung mit Talcid Kautabletten sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern. Für Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür sollte eine Untersuchung auf den Magenkeim H. pylori – und im Falle des Nachweises, eine anerkannte antibakterielle Therapie – in Betracht gezogen werden, da eine derartige Behandlung in der Regel auch Magengeschwüre heilt. Sollten Sie Schwarzfärbung des Stuhls, Blut im Stuhl oder Bluterbrechen bemerken, müssen Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, da dies auch Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein kann.

Kinder und Jugendliche:
Talcid Kautabletten sollten zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Einnahme von Talcid Kautabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit anderer Arzneimittel kann durch Talcid Kautabletten vermindert werden. Dies ist besonders wichtig für bestimmte Antibiotika (z. B. Tetracycline und Chinolonderivate wie Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin) und für Arzneimittel, die die Herzfunktion steigern (herzwirksame Glykoside) sowie H2-Rezeptorenblocker gegen Sodbrennen, Cumarin-Derivate zur Blutverdünnung, Natriumfluorid oder Chenodesoxycholate u. a. zur Behandlung von Gallensteinen. Auch eine mögliche Beeinflussung der Löslichkeit von Arzneimitteln, die über den Urin ausgeschieden werden, wie z. B. Salicylat oder Chinidin, sollte berücksichtigt werden. Daher sollte die Einnahme anderer Arzneimittel in der Regel 1–2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Talcid Kautabletten erfolgen.

Einnahme von Talcid Kautabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Die gleichzeitige Einnahme von Talcid Kautabletten und säurehaltigen Getränken (z. B. Fruchtsäfte, Wein) führt zu einer unerwünschten Steigerung der Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumresorption erhöhen können.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Das Arzneimittel soll in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache und kurzzeitig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. Aluminiumverbindungen gehen generell in die Muttermilch über. Untersuchungen zum Übergang von Hydrotalcit in die Muttermilch liegen jedoch nicht vor. Ein Risiko für den Säugling ist aber nicht zu erwarten, da nur sehr geringe Mengen vom Kind aufgenommen werden. Über schädliche Wirkungen von Hydrotalcit in Schwangerschaft und Stillzeit wurde bisher nicht berichtet. Es wurden aber keine spezifischen Studien an Kindern durchgeführt, deren Mütter in der Schwangerschaft oder Stillzeit Hydrotalcit eingenommen haben.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3. Wie sind Talcid Kautabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Soweit nicht anders vom Arzt verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder über 12 Jahre je nach Bedarf mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen 1–2 Kautabletten (entspricht 500–1000 mg Hydrotalcit) ein. Die Tagesdosis sollte 12 Kautabletten entsprechend 6000 mg Hydrotalcit nicht überschreiten. Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte in der Regel 1–2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Talcid Kautabletten erfolgen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:
Talcid Kautabletten sollten zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Dauer der Anwendung:
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Sollten die Beschwerden unter der Behandlung länger als 2 Wochen anhalten, suchen Sie einen Arzt auf. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Talcid Kautabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Talcid Kautabletten eingenommen haben, als Sie sollten:
Eine Vergiftung mit Talcid Kautabletten ist aufgrund der geringen Aluminium- und Magnesiumresorption unwahrscheinlich. Bei Überdosierung kann es zu Stuhlveränderungen wie Stuhlverflüssigung und erhöhter Stuhlfrequenz kommen. Therapeutische Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme von Talcid Kautabletten vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Führen Sie die Behandlung mit der vorgeschriebenen Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Talcid Kautabletten abbrechen:<
Bitte sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung mit Talcid Kautabletten unterbrechen oder vorzeitig beenden, z. B. wegen des Auftretens von Nebenwirkungen.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Magen-Darm-Trakt:
In hoher Dosis kann es zu Verstopfung, weichem Stuhl, erhöhter Stuhlfrequenz bis zu Durchfall und Erbrechen kommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie unter der Behandlung mit Talcid Kautabletten Durchfall bekommen. Im Allgemeinen wird die Reduktion der Dosis die Symptome verbessern.

Blut:
Bei schwerer Nierenfunktionsstörung kann es bei Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Arzneimitteln wie Talcid Kautabletten zu einem erhöhten Magnesiumgehalt im Blut (Hypermagnesiämie) und einem Anstieg der Serum-Aluminiumspiegel kommen. Bei unzureichender Nierenfunktion und bei Langzeitanwendung hoher Dosen kann es zu Aluminiumakkumulation insbesondere im Nerven- und Knochengewebe sowie zu Phosphatmangel kommen. Daher sollten bei unzureichender Nierenfunktion und Langzeitanwendung die Aluminiumspiegel regelmäßig kontrolliert werden.

Immunsystem:
Allergische Reaktionen auf Hydrotalcit oder einen der sonstigen Bestandteile sind möglich.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Talcid Kautabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Tablettenstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Aufbewahrungsbedingungen: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Talcid Kautabletten enthalten:
1 Kautablette enthält als Wirkstoff 500 mg Hydrotalcit, entsprechend einer Neutralisationskapazität von mindestens 13 mval HCL. Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol, Maisstärke, Magnesiumstearat, Natriumsaccharin, Aromastoffe.

Inhalt der Packung:
Talcid Kautabletten sind in Originalpackungen zu 20, 50 oder 100 Kautabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen
Deutschland
Telefon: (0214) 301
Telefax: (0214) 30 57 209
E-Mail-Adresse: bayer-vital@bayerhealthcare.com

Hersteller:
Bayer Bitterfeld GmbH
Salegaster Chaussee 1
06803 Bitterfeld-Wolfen
Deutschland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im September 2014 überarbeitet.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 11/2017

Wirkstoff: Hydrotalcit. Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) sowie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.