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Rennie (36 Stk.)

Rennie (36 Stk.)

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Type : Magen & Darm

SKU : 01459611

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Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):

Rennie Pfefferminz 680 mg/80 mg Kautabletten.
Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, wie z. B. Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Rennie Pfefferminz 680 mg/80 mg Kautabletten
Wirkstoffe: Calciumcarbonat/Magnesiumcarbonat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn sich Ihre Beschwerden nach 14 Tagen nicht verbessern oder gar verschlimmern, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Rennie und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Rennie beachten?
  3. Wie ist Rennie einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Rennie aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Rennie und wofür wird es angewendet?

Rennie ist ein Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure (Antazidum). Rennie wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, wie z. B. Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Rennie beachten?

Rennie darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie an einer stark eingeschränkten Nierenfunktion leiden,
  • wenn Sie an einem erhöhten Calcium- oder erniedrigten Phosphatblutwert leiden,
  • wenn Sie eine verminderte Calciumausscheidung im Urin haben,
  • wenn Sie calciumhaltige Nierensteine haben oder zu diesen neigen.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rennie ist erforderlich:
Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung, wie z. B. eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs, sein. Eine Behandlung mit Rennie sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern. Bei Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sollte an die Testung auf den Magenkeim H. pylori – und im Falle des Nachweises – eine anerkannte antibiotische Therapie gedacht werden, da diese in der Regel auch die Ulcuskrankheit heilt. Wenn Sie Teerstuhl, Blut im Stuhl oder Bluterbrechen haben, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten die Calcium-, Phosphat- und Magnesiumblutwerte bei Einnahme von Calciumcarbonat- und Magnesiumcarbonat-haltigen Produkten regelmäßig überwacht werden. Eine Langzeitanwendung hoher Dosen kann insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen wie erhöhten Calcium- und Magnesiumblutspiegeln, Phosphatmangel mit der Gefahr einer Knochenerweichung (Osteomalazie) sowie Milch-Alkali-Syndrom führen. Daher sollten keine großen Mengen Milch (1 Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten) oder Milchprodukte gleichzeitig mit Rennie eingenommen werden. Eine Langzeitanwendung erhöht das Risiko einer Nierensteinbildung.

Einnahme von Rennie zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Rennie kann zu einer verminderten Resorption folgender Substanzen führen:
  • Antibiotika aus der Gruppe der Tetracykline, Fluorchinolone und Cephalosporine,
  • Herzglykoside (z. B. Digoxin),
  • Fluoride, Phosphate,
  • Eisenverbindungen (Arzneimittel zur Behandlung von Blutmangel infolge Eisenmangels),
  • Chloroquin (Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung der Malaria),
  • Allopurinol (Arzneimittel, das bei der Behandlung von Rheuma und Gicht eingesetzt wird),
  • nicht-steroidale Antirheumatika wie z. B. Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen (entzündungshemmende Stoffe),
  • Isoniazid (Antibiotikum gegen Tuberkulose),
  • Captopril, Atenolol oder Propranolol (Arzneimittel gegen Bluthochdruck),
  • Dicumarol (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung),
  • Levothyroxin (Arzneimittel zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion),
  • Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen),
  • Gabapentin (Arzneimittel gegen Epilepsie und zur Behandlung von Nervenschmerzen),
  • H2-Blocker (Arzneimittel gegen Sodbrennen),
  • Diphosphonate (Arzneimittel gegen Osteoporose),
  • Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen).

Generell sollte daher zwischen der Einnahme von Rennie und anderen Arzneimitteln ein Abstand von 2 Stunden eingehalten werden. Die Calciumresorption wird durch die Einnahme von Vitamin D gesteigert. Diuretika (harntreibende Arzneimittel) vom Thiazid-Typ: Thiaziddiuretika reduzieren die Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Einnahme von Rennie und Thiaziden sollten die Calciumblutspiegel überwacht werden. Herzglykoside (Arzneimittel, die die Herzschlagkraft steigern, z. B. Digoxin): Wenn der Calciumblutspiegel durch die Einnahme von Rennie ansteigt, erhöht sich die Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden und das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

Einnahme von Rennie zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Wie bei allen calciumhaltigen Magenmitteln sollte die Einnahme hoher Dosen in Verbindung mit der Aufnahme großer Mengen Milch (1 Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten) oder Milchprodukten vermieden werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit:
Rennie kann während Schwangerschaft und Stillzeit gemäß den Dosierungsempfehlungen eingenommen werden. Es wurden keine erhöhten Fehlbildungsrisiken des Kindes bei Einnahme in der Schwangerschaft beobachtet. Die empfohlene Höchstdosis und Dauer darf von Schwangeren nicht überschritten werden. Es liegen keine Daten zur Fertilität (Fruchtbarkeit) vor.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Rennie hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Rennie:
Rennie enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Rennie erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden. Hinweis für Diabetiker: 1 Kautablette Rennie entspricht 0,04 BE.

3. Wie ist Rennie einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Erwachsene und Kinder über 12 Jahren: Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Bei Bedarf bis zu 3-mal täglich 1 bis 2 Kautabletten, vorzugsweise eine Stunde nach den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen. Die maximale Dosis von 11 Kautabletten (8 g Calciumcarbonat) darf nicht überschritten werden. Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte generell im Abstand von zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Rennie erfolgen.

Dauer der Behandlung:
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Sollten die Beschwerden unter der Behandlung länger als 14 Tage anhalten, ist ein Arzt zu konsultieren. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Rennie zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Rennie eingenommen haben, als Sie sollten:
Es kann zu erhöhten Calciumblutspiegeln kommen. Bei Überdosierung sollten Sie die Kontrolle des Calciumblutspiegels bei Ihrem Arzt und ggf. eine Behandlung durchführen lassen.

Wenn Sie die Einnahme von Rennie vergessen haben:
Erhöhen Sie nicht die Dosis, sondern halten Sie sich an die empfohlene Dosierung.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Rennie Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.


Mögliche Nebenwirkungen:
Erkrankungen des Immunsystems:
Sehr selten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Klinische Symptome können Hautausschlag, Nesselsucht, Angioödem und Anaphylaxie sein.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen (Häufigkeit unbekannt):
Insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann die Langzeiteinnahme hoher Dosen zu erhöhten Magnesium- oder Calciumblutspiegeln und einer Störung des Säure-Basen-Haushalts führen, was Magen-Darm-Symptome und Muskelschwäche hervorrufen kann. Darüber hinaus kann ein Phosphatmangel mit der Gefahr einer Knochenerweichung (Osteomalazie) entstehen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Häufigkeit unbekannt):
Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall können auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen (Häufigkeit unbekannt):
Muskelschwäche kann auftreten.

Nebenwirkungen, die nur im Zusammenhang mit dem Milch-Alkali-Syndrom auftreten können, umfassen Geschmacksverlust, calciumhaltige Ablagerungen in den Nieren und allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, erhöhten Harnstoffgehalt im Blut.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Rennie aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf! Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Rennie enthält:
Die Wirkstoffe sind: Calciumcarbonat und schweres, basisches Magnesiumcarbonat. 1 Tablette enthält 680 mg Calciumcarbonat (entspricht 272 mg Calcium) und 80 mg schweres, basisches Magnesiumcarbonat. Die sonstigen Bestandteile sind: Sucrose (Zucker: 475 mg), Stärke (aus Mais), Kartoffelstärke, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Talkum, dickflüssiges Paraffin, Pfefferminzaroma, Pulver, 87.9064/7920, Robertet, Zitronenaroma, 987323/P, Firmenich.

Wie Rennie aussieht und Inhalt der Packung:
Rennie ist eine cremeweiße, quadratische Kautablette mit Pfefferminzaroma und innen gewölbten Oberflächen, die beidseitig mit der Prägung Rennie versehen ist. Rennie ist als Blisterpackungen zu 24, 36, 60 oder 120 Kautabletten rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen
Deutschland
Telefon: (0214) 301
Telefax: (0214) 30 57 209
E-Mail: bayer-vital@bayerhealthcare.com

Hersteller:
Delpharm Gaillard
33, Rue de l'industrie
74240 Gaillard
Frankreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2013.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 11/2017

Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von Zuständen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, wie Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).