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Perenterol Forte 250 mg (10 St.)

Perenterol Forte 250 mg (10 St.)

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Type : Magen & Darm

SKU : 04796852

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Perenterol forte 250 mg Kapseln.
Wirkstoff: Saccharomyces-cerevisiae-Trockenhefe. Anwendungsgebiete: zur Behandlung der Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen, zur Vorbeugung und Behandlung der Beschwerden bei Reisedurchfall sowie Durchfällen unter Sondenernährung und als unterstützende Maßnahme bei länger bestehenden Formen der Akne.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Perenterol forte 250 mg Kapseln für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene
Wirkstoff: Saccharomyces-cerevisiae-Trockenhefe

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach zwei Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. WAS IST PERENTEROL FORTE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
  2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON PERENTEROL FORTE BEACHTEN?
  3. WIE IST PERENTEROL FORTE EINZUNEHMEN?
  4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
  5. WIE IST PERENTEROL FORTE AUFZUBEWAHREN?
  6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN


1. WAS IST PERENTEROL FORTE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Perenterol forte ist ein Arzneimittel mit 250 mg Trockenhefe zum Einnehmen bei Durchfall und Akne. Perenterol forte wird angewendet zur Behandlung der Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen, zur Vorbeugung und Behandlung der Beschwerden bei Reisedurchfall sowie Durchfällen unter Sondenernährung und als unterstützende Maßnahme bei länger bestehenden Formen der Akne.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON PERENTEROL FORTE BEACHTEN?

Perenterol forte darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Hefe oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an einer lebensbedrohlichen Erkrankung (z. B. komplizierte Intensivpflegezustände) leiden oder das Immunsystem geschwächt ist (z.B. durch HIV-Infektionen, Organ-Transplantation, Leukämie, bösartige Tumore, Bestrahlung, Chemotherapie, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung) und/oder einen Zentralvenenkatheter liegen haben. In diesen Fällen ist das Risiko einer Besiedlung des gesamten Körpers (generalisierte Besiedlung) mit Saccharomyces boulardii nicht abschätzbar.


Kinder und Säuglinge unter 2 Jahren dürfen keine Selbstmedikation erhalten, da Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren ärztliche Rücksprache erfordert.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Perenterol forte einnehmen, wenn Sie an schweren Grunderkrankungen leiden, insbesondere im Magen-Darm-Bereich. Saccharomyces boulardii ist ein lebender Mikroorganismus, der unter ungünstigen Bedingungen, wie sie bei immungeschwächten Patienten auftreten können, generalisierte Pilzinfektionen durch Wanderung aus dem Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn oder durch externe Kontamination von Zentralvenenkathetern verursachen kann. Es sind Fälle solcher Pilzinfektionen bei Krankenhauspatienten bekannt, die einen Zentralvenenkatheter hatten, an lebensbedrohlichen Erkrankungen oder schweren Grunderkrankungen (meist im Magen-Darm-Bereich) litten oder ein stark geschwächtes Immunsystem aufwiesen. Bei Durchfällen, die länger als 2 Tage dauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhung einhergehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei Durchfallerkrankungen müssen Sie, insbesondere bei Kindern, auf Ersatz von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten) als wichtigste Behandlungsmaßnahme achten. Sollte sich der Zustand bei Akne verschlechtern oder keine Besserung eintreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Werden mikrobiologische Stuhluntersuchungen während oder kurz nach einer Behandlung mit Perenterol forte durchgeführt, so sollte dem Untersuchungslabor die Einnahme mitgeteilt werden, da es sonst zu falsch-positiven Befunden kommen kann.

Einnahme von Perenterol forte zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Nehmen Sie bei gleichzeitiger Einnahme keine Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (Antimykotika) ein, die im Magen-Darm-Trakt wirken. Diese können die Wirksamkeit von Perenterol forte beeinträchtigen. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewandte Arzneimittel gelten können. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Einnahme von Perenterol forte zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
Sie dürfen Perenterol forte nicht zusammen mit Alkohol einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Aus der verbreiteten Anwendung von Hefe als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise auf Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit ergeben. Ergebnisse von experimentellen Untersuchungen für Saccharomyces boulardii liegen nicht vor. Deshalb sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Perenterol forte enthält Lactose:
Bitte nehmen Sie Perenterol forte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE IST PERENTEROL FORTE EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Soweit nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene:
  • bei akuten Durchfällen 1- bis 2-mal täglich 1 Kapsel Perenterol forte (entsprechend 250 bis 500 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii täglich).
  • zur Vorbeugung von Reisedurchfällen, beginnend 5 Tage vor Abreise, 1- bis 2-mal täglich 1 Kapsel Perenterol forte (entsprechend 250 bis 500 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii täglich).
  • bei Durchfällen unter Sondenernährung täglich den Inhalt von 3 Kapseln Perenterol forte in 1,5 Liter Nährlösung (entsprechend 750 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii täglich).
  • bei Akne 3-mal täglich 1 Kapsel Perenterol forte (entsprechend 750 mg Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii täglich).


Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) vor den Mahlzeiten ein. Zur leichteren Einnahme können Sie die Kapsel durch Auseinanderziehen öffnen. Den Kapselinhalt können Sie unter Speisen oder Getränke mischen. Speisen oder Getränke dürfen nicht zu heiß oder eisgekühlt sein (Zimmertemperatur).

Dauer der Anwendung:
Für die Einnahme von Hefepräparaten sind prinzipiell keine Einschränkungen der Anwendungsdauer bekannt. Bitte beachten Sie jedoch die „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ in Abschnitt 2. und Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“. Bei Durchfällen sollten Sie die Behandlung noch einige Tage nach Abklingen der Beschwerden fortsetzen. Zur unterstützenden Behandlung chronischer Akneformen wird eine Einnahme über mehrere Wochen empfohlen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Perenterol forte zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Perenterol forte eingenommen haben, als Sie sollten:
Wenn Sie versehentlich einmal ein bis zwei Kapseln mehr als empfohlen eingenommen haben, so hat dies in der Regel keine nachteiligen Folgen. Sollten Sie dieses Arzneimittel erheblich überdosiert haben, so können verstärkt Nebenwirkungen (siehe den Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) auftreten. In diesem Falle sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn Sie die Einnahme von Perenterol forte vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Blähungen können auftreten. Es können Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag, entweder örtlich begrenzt oder am ganzen Körper (lokalisiertes oder generalisiertes Exanthem) sowie Schwellungen der Haut und Schleimhaut, meist im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem), auftreten. Auch Kurzatmigkeit und allergischer Schock wurden beobachtet. Wenn Sie eine der genannten Überempfindlichkeitsreaktionen bemerken, insbesondere eine Schwellung der Schleimhäute im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem), Kurzatmigkeit oder Zeichen eines allergischen Schocks, so müssen Sie dieses Arzneimittel absetzen und sofort einen Arzt informieren, damit dieser den Schweregrad und die erforderlichen Maßnahmen beurteilen kann. Es liegen Berichte vor, wonach Saccharomyces boulardii bei Patienten mit liegendem Zentralvenenkatheter, mit lebensbedrohlicher Erkrankung, mit schwerer Grunderkrankung oder eingeschränkter Immunabwehr die Blutbahn besiedeln kann. Häufigkeit des Auftretens dieser möglichen Nebenwirkungen kann nicht angegeben werden.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST PERENTEROL FORTE AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Glasflasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Sollten Sie das Behältnis öffnen und die Kapseln mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen, kann der Inhalt in seltenen Fällen eine Braunfärbung und eine Verhärtung annehmen. Die Kapseln sollen dann nicht mehr eingenommen werden.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Perenterol forte enthält:
Der Wirkstoff ist: Saccharomyces-cerevisiae-Trockenhefe. 1 Hartkapsel enthält 250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 (im Allgemeinen als Saccharomyces boulardii bezeichnet) entsprechend mindestens 1,8 x 10/10 lebensfähige Zellen/g Lyophilisat. Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Gelatine, Natriumdodecylsulfat, Farbstoff: Titandioxid (E171).

Wie Perenterol forte aussieht und Inhalt der Packung:
Perenterol forte 250 mg Kapseln sind weiße, undurchsichtige Hartkapseln. Perenterol forte ist in Packungen mit 10, 20, 30, 50, 60 und 100 Hartkapseln erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Kuhloweg 37
D-58638 Iserlohn
Tel.: 02371 937-0
Fax: 02371 937-106
E-Mail: info@medice.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2014.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 12/2017

Wirkstoff: Saccharomyces cerevisiae Trockenhefe. Anwendungsgebiete: zur Behandlung der Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen, zur Vorbeugung und Behandlung der Beschwerden bei Reisedurchfall sowie Durchfällen unter Sondenernährung und als unterstützende Maßnahme bei länger bestehenden Formen der Akne.