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Neuranidal N (20 Stk.)

Neuranidal N (20 Stk.)

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Type : Schmerzmittel

SKU : 01809034

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Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):

Neuranidal N Schmerztabletten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Neuranidal N Schmerztabletten 250 mg/200 mg/50 mg Tabletten zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren
Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Neuranidal N und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Neuranidal N beachten?
  3. Wie ist Neuranidal N einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Neuranidal N aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Neuranidal N und wofür wird es angewendet?

Neuranidal N ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes Arzneimittel (nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum, eine Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein). Neuranidal N wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Bitte beachten Sie die Angaben für Jugendliche (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Hinweis:
Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes eingenommen werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Neuranidal N beachten?

Neuranidal N darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise auf Salicylate oder andere nicht-steroidale Entzündungshemmer (bestimmte Mittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen) überempfindlich reagiert haben.
  • bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR).
  • bei bestehenden oder früheren wiederkehrenden Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (peptische Ulcera) oder Blutungen mit mindestens 2 Episoden von nachgewiesenem Geschwür oder Blutung.
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung.
  • bei Leber- und Nierenversagen.
  • bei schwerer Leberfunktionsstörung.
  • bei schwerer Herzschwäche (schwere Herzinsuffizienz).
  • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen.
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft.
  • von Kindern unter 12 Jahren.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Neuranidal N einnehmen:
  • bei Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Mittel/Antirheumatika (bestimmte Mittel gegen Rheuma oder Entzündungen) oder andere allergieauslösende Stoffe.
  • bei Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), chronischen Atemwegserkrankungen.
  • bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion.
  • bei Bluthochdruck und Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen, wie z.B. dem Ziehen eines Zahnes), da es zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen kann. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie Neuranidal N eingenommen haben.
  • bei dem sogenannten Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit).
  • bei chronischem Alkoholismus.
  • bei Schilddrüsenüberfunktion.
  • bei Herzrhythmusstörungen.
  • bei Angststörungen.


Acetylsalicylsäure, einer der Wirkstoffe von Neuranidal N, gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nicht-steroidale Antirheumatika), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Dieser Effekt ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt:
Die gleichzeitige Anwendung von Acetylsalicylsäure mit anderen nicht-steroidalen Antirheumatika, einschließlich sogenannter COX-Hemmer (Cyclooxygenase-2-Hemmer), die zur Behandlung rheumatischer Schmerzen eingesetzt werden, sollte vermieden werden. Bei älteren Patienten treten nach der Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika häufiger Nebenwirkungen auf, insbesondere Blutungen im Magen- und Darmbereich, die lebensbedrohlich sein können. Im Zusammenhang mit der Einnahme aller nicht-steroidalen Antirheumatika wurden Blutungen, Geschwürbildung und Durchbrüche im Magen-Darm-Trakt berichtet, die tödlich sein können. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome oder schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko hierfür ist bei steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit einer Geschwürenerkrankung in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten erhöht. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Hier sollte eine Kombinationstherapie mit magenschleimhautschützenden Mitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Dies wird auch für Patienten empfohlen, die andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen (siehe unter Abschnitt 2: Einnahme von Neuranidal N zusammen mit anderen Arzneimitteln). Patienten, insbesondere ältere Patienten, die eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt haben, sollten jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchbereich, insbesondere zu Beginn der Behandlung, berichten. Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Geschwürbildung oder Blutungen erhöhen, wie z.B. Kortikosteroide, blutverdünnende Medikamente wie Warfarin und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Zuständen verschrieben werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer (siehe unter Abschnitt 2: Einnahme von Neuranidal N zusammen mit anderen Arzneimitteln). Die Behandlung muss beendet werden, wenn es zu Blutungen oder Geschwürbildung im Magen-Darm-Trakt kommt.

Weitere Hinweise:
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum, der zur Symptomkontrolle erforderlich ist, angewendet wird. Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln kann es zu Kopfschmerzen kommen, die zu einer erneuten Einnahme und damit möglicherweise zu einer Fortsetzung des Kopfschmerzes führen können. Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zu bleibenden Nierenschäden mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn Sie mehrere verschiedene Schmerzmittel in Kombination einnehmen. Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu einer geringen Harnsäureausscheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Kinder und Jugendliche:
Neuranidal N soll bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu langanhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms sein, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, die sofortige ärztliche Hilfe erfordert.

Einnahme von Neuranidal N zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Sie müssen insbesondere Ihren Arzt informieren, wenn Sie die unten genannten Arzneimittel oder Präparate anwenden, da die einzelnen Wirkstoffe von Neuranidal N (Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein) diese Arzneimittel in ihrer Wirkung beeinflussen oder selbst von den genannten Arzneimitteln beeinflusst werden können.

Acetylsalicylsäure verstärkt die Wirkung von (was zu einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen führen kann):
  • Blutgerinnungshemmern wie z.B. Cumarin, Warfarin, Heparin: Deren blutgerinnungshemmende Wirkung kann verstärkt werden. Die Blutgerinnung sollte daher regelmäßig kontrolliert werden.
  • Thrombozytenaggregationshemmern (Mittel, die das Verkleben und Verklumpen von Blutplättchen hemmen) wie z.B. Ticlopidin, Clopidogrel und selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Zuständen), wodurch das Risiko von Blutungen und Geschwürbildung im Magen-Darm-Trakt erhöht wird.
  • Glucocorticoide (Arzneimittel, die Kortison oder Kortison-ähnliche Substanzen enthalten) oder andere nicht-steroidale Antirheumatika/Analgetika (entzündungs- und schmerzhemmende Mittel), wodurch das Risiko von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen erhöht wird.
  • Digoxin (Mittel zur Stärkung der Herzfunktion).
  • Antidiabetika (blutzuckersenkende Mittel): Der Blutzucker kann abfallen.
  • Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebs oder bestimmten rheumatischen Erkrankungen).
  • Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen).


Acetylsalicylsäure vermindert die Wirkung von:
  • Diuretika (Mittel zur erhöhten Harnausscheidung) bei Dosen über 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag.
  • ACE-Hemmern (bestimmte blutdrucksenkende Mittel) bei Dosen über 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag.
  • Harnsäure ausscheidenden Mitteln (z.B. Probenecid, Benzbromaron).


Coffein:
  • vermindert die schlafanstoßende Wirkung von Substanzen wie Barbituraten (bestimmte Schlafmittel), Antihistaminika (bestimmte Mittel gegen Allergien) etc.
  • verstärkt die herzfrequenzsteigernde Wirkung von Substanzen wie Sympathomimetika (bestimmte Kreislaufmittel), Thyroxin (bestimmtes Schilddrüsenmittel) etc.
  • kann die schmerzstillende Wirkung von Paracetamol und manchen nicht-steroidalen Antirheumatika (bestimmte Schmerzmittel) verstärken.
  • hemmt die Ausscheidung von Theophyllin (ein bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von Lungenerkrankungen) aus dem Körper.
  • erhöht das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen vom Typ Efedrin (z.B. in Erkältungsmitteln).
  • Orale Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmittel, „Pille“), Cimetidin (ein bestimmtes Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren) und Disulfiram (ein bestimmtes Alkoholentwöhnungsmittel) vermindern den Coffeinabbau in der Leber. Barbiturate (bestimmte Schlafmittel oder Mittel gegen Epilepsie) und Rauchen beschleunigen diesen.
  • Gyrasehemmer vom Chinoloncarbonsäure-Typ (bestimmte Mittel gegen Infektionen) können die Ausscheidung von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin aus dem Körper verzögern.
  • Bei der Kombination von Neuranidal N mit breit wirkenden Arzneimitteln, wie Benzodiazepinen (Schlaf- und Beruhigungsmittel), können unterschiedliche und nicht vorhersehbare Wechselwirkungen auftreten. Falls Sie bei gleichzeitiger Einnahme derartiger Arzneimittel Wechselwirkungen bemerken, informieren Sie umgehend Ihren Arzt.


Paracetamol:
Wechselwirkungen sind möglich mit:
  • Arzneimitteln gegen Gicht wie Probenecid: Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis von Neuranidal N reduziert werden, da der Abbau von Paracetamol im Körper verlangsamt sein kann.
  • Arzneimitteln, die den Abbau von Paracetamol in der Leber beschleunigen. Dazu gehören z.B.:
    • Schlafmittel wie Phenobarbital.
    • Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin.
    • Mittel gegen Tuberkulose (Rifampicin).
  • Wechselwirkungen mit anderen möglicherweise leberschädigenden Arzneimitteln sind ebenfalls möglich.


Es kann möglicherweise zu Leberschäden bei gleichzeitiger Einnahme mit Neuranidal N kommen:
  • Mitteln gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese können die Aufnahme und damit die Wirkung von Neuranidal N beschleunigen.
  • Mitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin): Diese können die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Neuranidal N vermindern.
  • Mitteln, die die Magenentleerung verlangsamen: Die Aufnahme und der Wirkungseintritt von Neuranidal N können verzögert werden.
  • Arzneimitteln bei HIV-Infektion (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt. Neuranidal N sollte daher nur nach ärztlichem Rat zusammen mit Zidovudin angewendet werden.
  • Salicylamide (Schmerzmittel): Bei gleichzeitiger Anwendung von Salicylamiden kann die Wirkung von Neuranidal N verlängert werden.
  • Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien): Bei wiederholter Einnahme Paracetamol-haltiger Arzneimittel über mehr als eine Woche kann die Wirkung von Blutverdünnern verstärkt werden.


Auswirkungen der Einnahme von Neuranidal N auf Laboruntersuchungen:
Harnsäure- und Blutzuckerbestimmungen können beeinflusst werden.

Einnahme von Neuranidal N zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
Während der Einnahme von Neuranidal N dürfen Sie keinen Alkohol trinken, da Alkoholkonsum unter anderem das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre erhöht.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Wird während der Anwendung von Neuranidal N eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu informieren. Neuranidal N sollten Sie im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel gegebenenfalls nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Sie sollten die geringstmögliche Dosis zur Linderung Ihrer Schmerzen anwenden und das Arzneimittel für den kürzest möglichen Zeitraum einnehmen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn die Schmerzen nicht gelindert werden oder Sie das Arzneimittel häufiger einnehmen müssen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Neuranidal N wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht einnehmen.

Stillzeit:
Die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein gehen in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung oder niedriger Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Der Zustand und das Verhalten des Säuglings können durch das Coffein, das über die Muttermilch aufgenommen wird, beeinflusst werden. Bei längerer Anwendung oder Einnahme höherer Dosen sollten Sie das Stillen beenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Allerdings können die in Abschnitt 4 genannten Nebenwirkungen die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.

3. Wie ist Neuranidal N einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Soweit nicht anders vom Arzt verordnet, ist die übliche Dosis:
Alter Einzeldosis Gesamttagesdosis
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 - 500 mg Acetylsalicylsäure, 200 - 400 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein) bis zu 6 Tabletten (entsprechend 1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein)


Die Einzeldosis kann bei Bedarf in Abständen von 6 - 8 Stunden bis zu 3-mal täglich eingenommen werden.

Art der Anwendung:
Zum Einnehmen. Nehmen Sie die Tabletten in Flüssigkeit aufgelöst oder unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein. Nicht auf nüchternen Magen einnehmen. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken der ganzen Tablette haben.

Dauer der Anwendung:
Neuranidal N soll ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage oder in höheren Dosen eingenommen werden. Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern, neue Symptome auftreten oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder bei hohem Fieber, müssen Sie einen Arzt aufsuchen!

Wenn Sie eine größere Menge Neuranidal N eingenommen haben, als Sie sollten:
Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, ist darauf zu achten, dass andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel kein Paracetamol enthalten. Die Gesamtdosis von Paracetamol soll für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. 43 kg Körpergewicht 4 g (entsprechend 4000 mg Paracetamol) täglich nicht überschreiten. Bei einer Überdosierung treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Symptome auf, darunter Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen. Schwindel und Ohrensausen können ebenfalls Anzeichen einer schwerwiegenden Vergiftung sein, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten. Weitere Anzeichen können Herzbeschwerden und ein beschleunigter Puls sein. Wenn Sie vermuten, eine größere Menge Neuranidal N als empfohlen eingenommen zu haben, benachrichtigen Sie sofort den nächstgelegenen Arzt! Dieser kann über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen je nach Schweregrad einer Überdosierung/Vergiftung entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Neuranidal N vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen.


Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.


Sehr selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anfälle von Atemnot, evtl. mit Blutdruckabfall, anaphylaktischer Schock, Schwellung von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem), besonders bei Asthmatikern.
  • Erhöhte Leberenzyme sind beobachtet worden.
  • Magen-Darm-Blutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Diese Nebenwirkungen traten insbesondere bei älteren Patienten auf. Wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzfärbung des Stuhls bemerken, müssen Sie Neuranidal N absetzen und sofort den Arzt aufsuchen.


Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
  • Blutungen, wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen, mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Dieser Effekt kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.
  • Schlafstörungen, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen, Ohrensausen (Tinnitus) und geistige Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein.
  • Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie).


Weitere Nebenwirkungen:
Selten bis sehr selten wurde auch über schwere Blutungen, wie z.B. Hirnblutungen, insbesondere bei Patienten mit nicht ausreichend kontrolliertem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien (blutverdünnende Arzneimittel), berichtet, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können. Falls Sie die oben genannten Nebenwirkungen beobachten, darf Neuranidal N nicht erneut eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, damit er den Schweregrad beurteilen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten kann.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Neuranidal N aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Umverpackung und den Blisterpackungen angegebenen „verwendbar bis“ Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 30 °C lagern. Arzneimittel dürfen nicht über das Abwasser entsorgt werden (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Neuranidal N Schmerztabletten enthalten:
Die Wirkstoffe sind: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein. Jede Tablette enthält 250 mg Acetylsalicylsäure, 200 mg Paracetamol, 50 mg Coffein. Die sonstigen Bestandteile sind: vorverkleisterte Stärke (Mais), Stearinsäure (Ph.Eur.), Talkum.

Wie Neuranidal N Schmerztabletten aussehen und Inhalt der Packung:
Weiße, flache, runde Tabletten mit einer einseitigen Bruchkerbe. Neuranidal N Schmerztabletten sind in Packungen mit 10 und 20 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Stada Consumer Health Deutschland GmbH
Stadastraße 2 – 18
61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0
Telefax: 06101 603-259
Internet: www.stada.de

Hersteller:
Stada Arzneimittel AG
Stadastraße 2 – 18
61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2020.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 10/2020

Anwendungsgebiete: Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.