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Kompensan (50 St.ck)

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Type : Magen & Darm

SKU : 02416615

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Kompensan 340 mg Tabletten.
Wirkstoff: Carbaldrat. Anwendungsgebiete: zur Behandlung der Symptome von Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


PACKUNGSBEILAGE: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Kompensan 340 mg Tabletten, zur Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen
Wirkstoff: Carbaldrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder nach 14 Tagen nicht bessern, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


Was in dieser Packungsbeilage steht
  1. Was ist Kompensan und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Kompensan beachten?
  3. Wie ist Kompensan einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Kompensan aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. WAS IST KOMPENSAN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Kompensan ist ein Magen-Darm-Mittel und gehört zu den Antacida (Mittel, die Magensäure binden). Anwendungsgebiet: Kompensan ist angezeigt zur Behandlung der Symptome von Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON KOMPENSAN BEACHTEN?

Kompensan darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Carbaldrat, Pfefferminzaroma oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie eine ausgeprägte Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min) haben,
  • wenn Sie einen niedrigen Phosphatspiegel im Blut haben, oder
  • wenn Sie Verstopfung und Einengungen im Darm (Stenosen) haben.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Kompensan einnehmen:
  • wenn Sie Nierenfunktionsstörungen haben und über längere Zeit hohe Dosen einnehmen. Sie sollten dann Ihren Arzt befragen (siehe auch Nebenwirkungen).
  • Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung, wie z. B. eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs, sein. Eine Behandlung mit Kompensan sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern.
  • Bei Auftreten von Teerstuhl, Blut im Stuhl oder Bluterbrechen, suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf.
  • Bei längerfristiger Einnahme von Kompensan sind regelmäßige Kontrollen der Aluminiumkonzentrationen notwendig. Diese dürfen 40 pg/l nicht überschreiten.
  • Bei Patienten mit chronischen Nierenfunktionsstörungen sind Aluminiumkonzentrationen auch bei kurzfristiger Einnahme von Kompensan zu kontrollieren. Diese Patienten sollten auch regelmäßig (z. B. jedes halbe Jahr) von einem Arzt untersucht werden, um eine Aluminiumanreicherung im Nervensystem und in den Knochen möglichst früh zu erkennen.
  • Bei Langzeitanwendung hoher Dosen und phosphatarmem Diät kann es zu Phosphatmangel mit der Gefahr einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen, insbesondere bei Dialyse-Patienten.
  • Bei Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sollte eine Untersuchung auf H. pylori und bei positivem Ergebnis eine anerkannte Eradikationstherapie in Erwägung gezogen werden.


Kinder:
Bei Kindern ist die Aluminiumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt höher als bei Erwachsenen. Kompensan soll bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Einnahme von Kompensan zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Die gleichzeitige Einnahme aluminiumhaltiger Magenmittel mit anderen Arzneimitteln kann deren Aufnahme verändern. Klinisch bedeutsame Aufnahmeverminderungen wurden beschrieben für:
  • Tetracycline, Chinolone (z. B. Ciprofloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin) und Cephalosporine. Sie können bis zu 90% betragen und sind Folge der Bildung von nicht resorbierbaren Verbindungen (Chelate) dieser Arzneimittel. Es empfiehlt sich deshalb, während einer Therapie mit diesen Antibiotika auf die Einnahme von Antacida zu verzichten und gegebenenfalls auf andere magensäurereduzierende Arzneimittel auszuweichen.
  • Geringere Aufnahmeverminderungen treten auf für Chloroquin, Allopurinol, nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen), Digoxin, Isoniazid, Captopril, Atenolol oder Propranolol, Dicumarol, Levothyroxin, Ketoconazol, Gabapentin, H2-Blocker, Diphosphonate, Eisenverbindungen und Chlorpromazin.


Um eine Aufnahmeverminderung zu vermeiden, wird im Allgemeinen empfohlen, zwischen der Einnahme von säurebindenden Magenmitteln und anderen Arzneimitteln einen Zeitabstand von zwei Stunden einzuhalten.

Einnahme von Kompensan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Aluminiumhaltige säurebindende Magenmittel erhöhen bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Fruchtsäfte, Wein u. a.) die Aufnahme von Aluminium aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Kompensan bei Schwangeren vor. Dieses Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen für die Mutter überwiegt die möglichen Risiken für das ungeborene Kind.

Stillzeit:
Aluminium geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob Sie die Behandlung mit Kompensan unterbrechen oder auf die Einnahme von Kompensan verzichten sollen. Es sind beide Überlegungen zu berücksichtigen, sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Behandlung für die Frau.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Dieses Arzneimittel enthält Saccharose (Zucker):
Bitte nehmen Sie Kompensan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden. Hinweis für Diabetiker: Eine Kompensan-Tablette enthält ca. 0,636 g Saccharose (Zucker) entsprechend ca. 0,05 Broteinheiten (BE). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen. Kompensan kann schädlich für die Zähne sein (Karies).

3. WIE IST KOMPENSAN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die empfohlene Dosis für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: Nehmen Sie 1 bis 2 Tabletten Kompensan (300 bis 600 mg Carbaldrat) zwischen den Mahlzeiten, vor dem Schlafengehen oder bei Bedarf bei Beschwerden. Nehmen Sie nicht mehr als 8 Tabletten (2400 mg Carbaldrat) pro Tag (innerhalb von 24 Stunden) und nicht mehr als 2 Tabletten (600 mg Carbaldrat) pro Einzeldosis ein. Die Einnahme von Kompensan wird empfohlen 1 bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten und zur Nacht (Lutschen). Eine Kompensan-Tablette enthält 0,636 g Saccharose. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden pro Anwendung bis zu 1,272 g Saccharose zugeführt.

Kinder:
Bei Kindern ist die Aluminiumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt höher als bei Erwachsenen. Kompensan soll bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Art der Anwendung:
Die Tabletten sollen gelutscht und nicht geschluckt werden. Die Tablette soll nicht in Wasser aufgelöst werden.

Dauer der Anwendung:
Nehmen Sie Kompensan ein, bis die gewünschte Linderung der Symptome erreicht ist. Sollten die Symptome unter der Behandlung nicht abgeklungen sein, sollten Sie spätestens nach 2 Wochen Ihren Arzt aufsuchen, um die möglichen Ursachen abklären zu lassen.

Die Einnahme von anderen Arzneimitteln sollte im Allgemeinen zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Kompensan erfolgen. Während der Behandlung mit Antibiotika wie Tetracyclin und Chinolon wird die Einnahme von Antacida nicht empfohlen (siehe „Bei Einnahme von Kompensan mit anderen Arzneimitteln“). Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Kompensan zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen:
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Juckreiz, Nesselsucht, Gesichtsödem, Engegefühl im Hals und Atembeschwerden), gereizter Rachen, Verstopfung, Durchfall, brennendes Gefühl auf der Zunge, verminderte Empfindlichkeit der Mundschleimhaut bei Berührung oder Druck, Übelkeit, Unbehagen im Mund, geschwollene Zunge, Brennen der Mundschleimhaut. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es möglich, dass es zu einer Anreicherung von Aluminium, insbesondere im Nerven- und Knochengewebe, sowie zu Phosphatmangel kommen kann (siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Kompensan ist erforderlich“).

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST KOMPENSAN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Die Entsorgung von Arzneimitteln muss gemäß den geltenden lokalen Richtlinien erfolgen. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie dieses Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr einnehmen. Dies trägt zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Kompensan enthält:
Der Wirkstoff ist: Carbaldrat. 1 Tablette enthält 340 mg wasserhaltiges Carbaldrat, entsprechend 300 mg wasserfreies Carbaldrat. Säurebindungskapazität pro Dosis: 7,79 mVal/Tablette. Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumalginat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Saccharose, Pfefferminzaroma, Spearmint-Aroma, Gelatine.

Wie Kompensan aussieht und Inhalt der Packung:
Weiße bis fast weiße, runde Tabletten mit beidseitiger Facette in Blisterstreifen. Packung mit 20 Tabletten, Packung mit 50 Tabletten und Packung mit 100 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Johnson & Johnson GmbH
Johnson & Johnson Platz 2
41470 Neuss
Tel.: 00800 260 260 00 (kostenlos)

Hersteller:
Janssen Cilag
Domaine de Maigremont
27100 Val de Reuil
Frankreich

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im August 2014 überarbeitet.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 01/2018

Wirkstoff: Carbaldrat. Anwendungsgebiete: zur Behandlung der Symptome von Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.