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Fructaid (30 Stk.)

Fructaid (30 Stk.)

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Type : Stoffwechselkrankheiten

SKU : 11299628

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Produkteigenschaften:

Fructaid bei Fructoseintoleranz
Zur Vorbeugung/Linderung von Verdauungsbeschwerden, die durch eine Fructose-Malabsorption bedingt sind

Diese Gebrauchsinformation enthält:
  1. Allgemeine Informationen zur Fructoseintoleranz
  2. Informationen zu Fructaid
  3. Fructosequellen
  4. Warnhinweise


1. Allgemeine Informationen zur Fructoseintoleranz
1.1 Was ist Fructose?
Fructose ist der Fruchtzucker, der natürlicherweise in Früchten und vielen Gemüsesorten enthalten ist. Es ist ein Monosaccharid. Fructose ist außerdem Bestandteil der Saccharose (normaler Haushaltszucker). Saccharose ist ein Disaccharid, bei dem die Fructose an das Monosaccharid Glucose (Traubenzucker) gebunden ist. Da nur Monosaccharide im Dünndarm resorbiert und vom Körper verwertet werden können, wird die aufgenommene Saccharose von einem körpereigenen Enzym im Dünndarm in Fructose und Glucose gespalten. Fructose besitzt die höchste Süßkraft unter den Zuckern und wird daher als Süßungsmittel in industriell gefertigten Lebensmitteln eingesetzt. Daher enthalten auch viele Lebensmittel, bei denen man es nicht vermuten würde, Fructose.

1.2 Was ist Fructoseintoleranz?
In der Medizin wird insbesondere unterschieden zwischen der weit verbreiteten Fructoseintoleranz, die auf eine unzureichende Aufnahme von Fructose im Dünndarm zurückzuführen ist (sog. intestinale Fructoseintoleranz), und der sehr seltenen erblichen Fructoseintoleranz. Bei der verbreiteten Fructoseintoleranz, die auf eine unzureichende Aufnahme zurückzuführen ist, wird die mit der Nahrung aufgenommene Fructose im Dünndarm nicht resorbiert und gelangt in den Dickdarm. Man spricht daher auch von einer Fructose-Malabsorption. Im Dickdarm wird die Fructose unter Gasbildung von Darmbakterien fermentiert und kann zudem einen erhöhten Wassereinstrom verursachen. Dies führt bei den Betroffenen nach dem Verzehr von fructosehaltigen Speisen zu Verdauungsbeschwerden, wie z. B. Bauchschmerzen, Koliken, Blähungen, Völlegefühl, verstärktem Stuhldrang oder Durchfall und wird im Volksmund auch Fructoseempfindlichkeit genannt. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome wird sie nicht selten mit einem Reizdarmsyndrom verwechselt. Die Fructoseintoleranz, die auf eine malresorbierte Fructose zurückzuführen ist, ist weit verbreitet. Die Ursachen hierfür sind unbekannt, und sie kann ohne ersichtlichen Grund in jedem Lebensalter auftreten. Man weiß jedoch, dass sie oft mit einer Laktoseintoleranz einhergeht. Viele Betroffene vertragen daher sowohl Laktose als auch Fructose schlecht. Die erbliche Fructoseintoleranz ist eine sehr seltene (Inzidenz ca. 1: 20.000) Stoffwechselerkrankung, die bereits im Säuglingsalter auftritt. Bei den Betroffenen wird Fructose im Dünndarm normal resorbiert, es fehlt aber ein Enzym in der Leber, so dass die resorbierte Fructose nicht richtig verstoffwechselt werden kann. Fructaid ist nicht für die Anwendung bei erblicher Fructoseintoleranz bestimmt.

1.3 Wie kann eine Fructoseintoleranz festgestellt werden?
1.3.1 Intestinale Fructoseintoleranz
Zur Diagnose einer intestinalen Fructoseintoleranz, die durch eine Fructose-Malabsorption bedingt ist, kann ein Fructose-Belastungstest mit anschließender Messung der Wasserstoffkonzentration in der Ausatemluft (H2-Atemtest) durchgeführt werden. Dazu bekommt man auf nüchternen Magen in Wasser gelöste Fructose zu trinken und danach wird in regelmäßigen Abständen eine Atemprobe entnommen.

1.3.2 Erbliche Fructoseintoleranz
Die sehr seltene erbliche Fructoseintoleranz (siehe auch unter Punkt 1.2) kann mittels einer Blutanalyse durch eine human-genetische Untersuchung diagnostiziert werden.

2. Informationen zu Fructaid
2.1 Wie wirkt Fructaid?
Das in Fructaid enthaltene Enzym Glucose-Isomerase wandelt Fructose im Dünndarm in die gut resorbierbare Glucose (Traubenzucker) um. Das Enzym wird weder aus dem Dünndarm resorbiert noch wirkt es auf den Organismus. Die Wirkung der Glucose-Isomerase findet nur im Inhalt des Speisebreis statt. Unerwünschte Wirkungen sind daher auch bei regelmäßiger und langfristiger Einnahme nicht zu befürchten.

2.2 Woher stammt die Glucose-Isomerase in Fructaid?
Das in Fructaid enthaltene Glucose-Isomerase-Enzym ist nicht tierischen Ursprungs. Es wird ausschließlich mit Hilfe von Bakterien hergestellt und ist somit mikrobiellen Ursprungs.

2.3 Wo wird die Glucose-Isomerase freigesetzt?
Nach der Einnahme löst sich die Kapsel (nicht tierischen Ursprungs) im Magen auf und setzt die enthaltenen Glucose-Isomerase-Pellets frei. Diese sind mit einem Überzug gegen Magensäure geschützt und gelangen zusammen mit dem Speisebrei in den Dünndarm. Hier wird die Glucose-Isomerase freigesetzt und kann die im Speisebrei vorhandene Fructose in Glucose umwandeln.

2.4 Wie wird Fructaid angewendet?
1 - 4 Kapseln mit Flüssigkeit werden bis zu 4-mal täglich wenige Minuten vor dem Verzehr von fructosehaltigen Lebensmitteln eingenommen. Alternativ können Sie die Kapseln auch öffnen und die enthaltenen Pellets unzerkaut mit Flüssigkeit direkt vor der fructosehaltigen Speise einnehmen. Hierzu einfach die Kapsel leicht drücken und dabei die beiden Kapselhälften auseinanderziehen. Kinder ab 100 cm Körpergröße sollten jedoch nicht mehr als 10 Kapseln bzw. deren Inhalt pro Tag zu sich nehmen. Sie sollten individuell austesten, welche Menge Fructaid für Sie ausreichend ist. Dies hängt insbesondere von Ihrer persönlichen Empfindlichkeit gegenüber Fructose sowie dem Fructosegehalt und der Zusammensetzung der zugeführten Nahrung bzw. des Getränkes ab.

2.5 Welche Inhaltsstoffe enthält Fructaid?
Cellulose, Hypromellose, Glucose-Isomerase, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion 30%, Talkum, Hydroxypropylmethylcellulose, Trehalose*, Triethylcitrat.
*Trehalose ist eine Glucosequelle

3. Fructosequellen:
Beispiele für häufig verzehrte fructosehaltige Lebensmittel:
  • Back- und Süßwaren
  • Brotaufstriche wie Honig, Marmelade und Konfitüre
  • Erfrischungsgetränke, wie z. B. Limonaden
  • Früchte (frisch)
  • Früchte (getrocknet)
  • Fruchtjoghurt
  • Fruchtkompott
  • Fruchtkonserven
  • Fruchtquark
  • Fruchtsäfte und Nektare
  • Grießbrei mit Früchten
  • Müsli- und Kornmischungen mit Trockenfrüchten
  • Müsliriegel
  • Rote Grütze
  • Speiseeis


4. Warnhinweise
  • Fructaid ist nicht für Personen mit erblicher Fructoseintoleranz bestimmt.
  • Diabetiker müssen bei der Anwendung von Fructaid den Fructosegehalt der einzelnen Nahrung bzw. des Getränkes als Glucose berechnen und dürfen Fructaid nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.
  • Fructaid darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe eingenommen werden.
  • Anwendung bei Schwangeren, Stillenden und Kindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Nicht nach Ablauf des Verfallsdatums anwenden (siehe Aufdruck auf der Faltschachtel und dem Blister).
  • Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt im November 2021 aktualisiert.

Quelle: Angaben aus der Packungsbeilage
Stand: 10/2023