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Freka CID (20 g)

Freka CID (20 g)

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Type : Behandlung von Hautkrankheiten

SKU : 03437921

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Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):

Freka-Cid 10% Salbe.
Wirkstoff: Povidon-Iod. Anwendungsgebiete: Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei geschädigter Haut, z. B. bei Decubitus (Druckgeschwür), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür), oberflächlichen Wunden und Verbrennungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Freka-Cid 10% Salbe
Wirkstoff: Povidon-Iod

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. Wenn Sie sich nach 2 – 5 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Freka-Cid und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Freka-Cid beachten?
  3. Wie ist Freka-Cid anzuwenden?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Freka-Cid aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Freka-Cid und wofür wird es angewendet?

Freka-Cid ist ein Antiseptikum (Keimtötendes Mittel) zur Anwendung auf Haut und Wunden. Freka-Cid wird angewendet zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei geschädigter Haut, z. B. bei Decubitus (Druckgeschwür), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür), oberflächlichen Wunden und Verbrennungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Freka-Cid beachten?

Freka-Cid darf nicht angewendet werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Iod oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder einer anderen bestehenden (manifesten) Schilddrüsenerkrankung leiden.
  • wenn Sie die sehr seltene chronische Hautentzündung Dermatitis herpetiformis Duhring haben.
  • wenn Sie eine Strahlentherapie der Schilddrüse mit Iod (Radioiodtherapie) planen oder erhalten haben (bis zum Abschluss der Behandlung).
  • bei sehr kleinen Frühgeborenen (Geburtsgewicht unter 1500 g).


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Freka-Cid anwenden. Nach Schilddrüsenerkrankungen oder im Falle eines Kropfes sollten Sie Freka-Cid nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes über längere Zeit und großflächig (z.B. über 10% der Körperoberfläche und länger als 14 Tage) anwenden. Auch nach Beendigung der Behandlung (bis zu 3 Monate) ist auf Frühsymptome einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion zu achten (siehe 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?) und gegebenenfalls die Schilddrüsenfunktion zu überwachen. Bei gleichzeitiger Lithiumtherapie ist eine häufige Anwendung von Freka-Cid zu vermeiden (siehe Abschnitt 2: Bei Anwendung von Freka-Cid zusammen mit anderen Arzneimitteln). Eine Behandlung mit Freka-Cid kann zu falsch-positiven Ergebnissen bei verschiedenen Untersuchungsmethoden führen (z. B. Toluidin und Guajakharz zur Bestimmung von Hämoglobin oder Glucose im Stuhl oder Urin). Povidon-Iod kann die Iodaufnahme der Schilddrüse beeinflussen, was zu Störungen von diagnostischen Untersuchungen der Schilddrüse (Schilddrüsenszintigraphie, PBI-Bestimmung, Radioiod-Diagnostik) führen und eine geplante Radioiodtherapie unmöglich machen kann. Vor der Durchführung einer neuen Schilddrüsenszintigraphie sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 1–2 Wochen nach Behandlungsende mit Freka-Cid eingehalten werden.

Kinder:
Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten darf Freka-Cid nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes und nur sehr begrenzt angewendet werden. In diesem Fall ist eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion erforderlich. Eine versehentliche orale Einnahme von Freka-Cid durch den Säugling ist zu vermeiden.

Ältere Menschen:
Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für eine durch Iod ausgelöste Schilddrüsenüberfunktion. Sie sollten Freka-Cid daher nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden. Bei älteren Patienten mit Kropf oder besonderer Veranlagung für Schilddrüsenfunktionsstörungen sollte eine großflächige und Langzeitanwendung von Freka-Cid nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes erfolgen. Gegebenenfalls ist die Schilddrüsenfunktion zu überwachen.

Anwendung von Freka-Cid zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Es ist zu erwarten, dass Povidon-Iod, der Wirkstoff von Freka-Cid, mit Proteinen und verschiedenen anderen organischen Substanzen, z. B. Blut- und Eiterbestandteilen, reagiert, wodurch seine Wirksamkeit beeinträchtigt werden kann. Bei gleichzeitiger Anwendung von Freka-Cid und enzymatischen Wundbehandlungsmitteln wird die Enzymkomponente durch Iod oxidiert, wodurch die Wirkung beider Arzneimittel abgeschwächt wird. Eine gegenseitige Wirkungsabschwächung tritt auch bei gleichzeitiger Anwendung von Freka-Cid und silberhaltigen Desinfektionsmitteln, Wasserstoffperoxid und Taurolidin auf. Freka-Cid darf nicht gleichzeitig oder kurz danach mit quecksilberhaltigen Wundbehandlungs- oder Desinfektionsmitteln angewendet werden, da sich eine hautschädigende Verbindung aus Iod und Quecksilber bilden kann. Patienten, die mit Lithiumpräparaten behandelt werden, sollten eine regelmäßige, insbesondere großflächige Anwendung von Freka-Cid vermeiden, da aufgenommenes Iod die mögliche Verursachung einer Schilddrüsenunterfunktion durch Lithium fördern kann.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Freka-Cid nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes und nur sehr begrenzt angewendet werden. In diesem Fall ist eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion beim Kind erforderlich. Eine versehentliche orale Einnahme von Freka-Cid durch den Säugling über die Brust während der Stillzeit ist zu vermeiden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Bislang sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Bedienung von Maschinen bekannt geworden.

3. Wie ist Freka-Cid anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Anwendung:
Tragen Sie Freka-Cid Salbe ein- bis mehrmals täglich gleichmäßig auf die geschädigte Stelle auf. Bei Bedarf kann anschließend ein Verband angelegt werden. Die bräunliche Farbe von Freka-Cid ist eine Eigenschaft des Präparates und zeigt dessen Wirksamkeit an. Eine deutliche Entfärbung deutet an, dass die Wirksamkeit des Präparates erschöpft ist.

Dauer der Anwendung:
Die Anwendung von Freka-Cid sollte so lange fortgesetzt werden, wie noch Anzeichen einer Entzündung bestehen. Wenn sich Ihre Beschwerden nach einigen Tagen (2 bis 5 Tage) regelmäßiger Anwendung von Freka-Cid nicht gebessert haben oder nach Beendigung der Behandlung erneut auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge Freka-Cid angewendet haben, als Sie sollten:
Siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Freka-Cid Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.


Untersuchungen:
Häufigkeit nicht bekannt: Nach Anwendung größerer Mengen von Povidon-Iod-haltigen Arzneimitteln (z. B. bei Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Serum-Osmolalitätsstörungen beschrieben worden. Eine erhebliche Iodaufnahme kann bei längerer Anwendung von Freka-Cid auf großen Wund- und Verbrennungsflächen erfolgen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Häufigkeit nicht bekannt: Nach Anwendung größerer Mengen von Povidon-Iod-haltigen Arzneimitteln (z. B. bei Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung beschrieben worden.

Endokrine Erkrankungen:
Sehr selten: Bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Schilddrüsenerkrankungen kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion (iodinduzierte Hyperthyreose) kommen, teilweise mit Symptomen wie z.B. schnellem Puls oder innerer Unruhe (siehe auch unter Abschnitt 2: Freka-Cid darf nicht angewendet werden).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Häufigkeit nicht bekannt: Nach Anwendung größerer Mengen Povidon-Iod-haltiger Arzneimittel (z. B. bei Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Elektrolytstörungen und blutsaurem Blut (metabolischer Azidose) beschrieben worden.

Erkrankungen des Immunsystems:
  • Selten: Bei Anwendung von Freka-Cid kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, z. B. kontaktallergischen Reaktionen vom Spättyp, kommen, die sich als Juckreiz, Rötung, Blasenbildung u. Ä. auch außerhalb des Kontaktbereiches (sogenannte Streureaktionen) äußern können.
  • Sehr selten ist über die Beteiligung anderer Organe berichtet worden.
  • Häufigkeit nicht bekannt: Schwere, schnell einsetzende allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) oder Schwellungen der Haut und Schleimhäute, z. B. des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens (Angioödeme). Wenn Sie Anzeichen einer schwerwiegenden allergischen Reaktion, wie Schwellungen der Haut oder Schleimhäute, Schluck- oder Atembeschwerden oder einen schweren Hautausschlag bemerken, sollten Sie unverzüglich einen Arzt informieren. Eine sofortige medizinische Hilfe kann erforderlich sein. Bei einer schwerwiegenden allergischen Reaktion benötigen Sie schnelle ärztliche Hilfe.


Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Freka-Cid aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung und dem Behältnis angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Nach Anbruch nur 24 Monate haltbar. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Freka-Cid enthält:
Der Wirkstoff ist: Povidon-Iod. 100 g Salbe enthalten 10 g Povidon-Iod, mittlere Molekularmasse 40.000, mit 10% verfügbarem Iod. Die sonstigen Bestandteile sind: Macrogol 400, Macrogol 4000, gereinigtes Wasser.

Wie Freka-Cid aussieht und Inhalt der Packung:
Rotbraune Salbe. Freka-Cid ist in Tuben zu 20 g und 100 g erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Stada Consumer Health Deutschland GmbH
Stadastraße 2-18
61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0
Telefax: 06101 603-259
Internet: www.stada.de

Hersteller:
Stada Arzneimittel AG
Stadastraße 2 - 18
61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2020.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 09/2020

Wirkstoff: Povidon-Iod. Anwendungsgebiete: Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei geschädigter Haut, z. B. bei Decubitus (Druckgeschwür), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür), oberflächlichen Wunden und Verbrennungen, infizierten und superinfizierten Hauterkrankungen.