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Cardiex Ratiopharm 100 mg (100 Stk.)

Cardiex Ratiopharm 100 mg (100 Stk.)

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Type : Herz-Kreislauf-Erkrankungen

SKU : 04561936

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

HerzASS-ratiopharm 100 mg Tabletten.
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure. Anwendungsgebiete: Bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen infolge von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie, bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie, zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe), nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z. B. nach aortokoronarem Venenbypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA]), zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorische ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehende Sehstörungen) aufgetreten sind.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

HerzASS-ratiopharm 100 mg Tabletten
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach einiger Zeit nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist HerzASS-ratiopharm 100 mg und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg beachten?
  3. Wie ist HerzASS-ratiopharm 100 mg einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist HerzASS-ratiopharm 100 mg aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist HerzASS-ratiopharm 100 mg und wofür wird es angewendet?

HerzASS-ratiopharm 100 mg hemmt u.a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt damit der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).

HerzASS-ratiopharm 100 mg wird angewendet:
  • bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen infolge von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie.
  • bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie.
  • zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe).
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach aortokoronarem Venenbypass [ACVB], bei PTCA).
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehende Sehstörungen) aufgetreten sind.


Hinweis:
HerzASS-ratiopharm 100 mg ist nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen geeignet.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg beachten?

HerzASS-ratiopharm 100 mg darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise auf bestimmte Schmerzmittel, Fiebermittel oder entzündungshemmende Mittel (Salicylate oder andere nicht-steroidale Antirheumatika) reagiert haben.
  • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren.
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese).
  • bei Leber- und Nierenversagen.
  • bei schwerer, nicht durch Medikamente eingestellter Herzschwäche.
  • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen.
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosis über 150 mg Acetylsalicylsäure pro Tag (siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie HerzASS-ratiopharm 100 mg einnehmen,
  • bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere Schmerz- und Entzündungshemmer, andere Arzneimittel gegen Rheuma oder gegen andere allergieauslösende Stoffe.
  • bei Bestehen von anderen Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber).
  • bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen.
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarin-Derivate, Heparin - mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Behandlung).
  • bei Magen-Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte.
  • bei eingeschränkter Leberfunktion.
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränkter Herz- und Kreislauf-Durchblutung (z. B. Gefäßerkrankung der Nieren, Herzschwäche, Verringerung des Blutvolumens, größere Operationen, Sepsis oder stärkere Blutungen): Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen.
  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen, z. B. Ziehen eines Zahnes): es kann zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie HerzASS-ratiopharm 100 mg eingenommen haben.
  • bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel: Acetylsalicylsäure kann einen beschleunigten Abbau oder Zerfall der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form der Blutarmut auslösen. Dieses Risiko kann durch Faktoren wie z. B. hohe Dosierung, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden.


Was müssen Sie sonst noch beachten?
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend vorbelasteten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen. Wenn Sie sich geschnitten oder verletzt haben, kann es eventuell etwas länger als sonst dauern, bis eine Blutung aufhört. Dies hängt mit der Wirkung von HerzASS-ratiopharm 100 mg zusammen. Kleinere Schnitte und Verletzungen (z. B. bei der Rasur) sind in der Regel ohne Bedeutung. Bei ungewöhnlichen Blutungen (an ungewöhnlicher Stelle oder von ungewöhnlicher Dauer) informieren Sie bitte Ihren Arzt. Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.

Kinder und Jugendliche:
HerzASS-ratiopharm 100 mg soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte bei diesen Erkrankungen langanhaltendes Erbrechen auftreten, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, die sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.

Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit HerzASS-ratiopharm 100 mg beeinflusst werden.

Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
  • gerinnungshemmende Arzneimittel (z. B. Cumarin, Heparin) und gerinnselauflösende Arzneimittel: Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer gerinnselauflösenden Behandlung eingenommen wurde. Daher müssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen (z. B. blaue Flecken) achten.
  • andere Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften von Blutplättchen hemmen, z. B. Ticlopidin, Clopidogrel): erhöhtes Blutungsrisiko.
  • andere Schmerz- und entzündungshemmende Mittel (nicht-steroidale Analgetika/Antiphlogistika) und Mittel gegen Rheuma allgemein: erhöhtes Risiko für Blutungen und Geschwüre im Magen-Darm-Bereich.
  • Arzneimittel, die Kortison oder Kortison-ähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von auf die Haut aufgetragenen Produkten oder in der Kortison-Ersatztherapie bei Morbus Addison): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
  • Alkohol: das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen ist erhöht.
  • Blutzucker senkende Arzneimittel (Antidiabetika): der Blutzuckerspiegel kann sinken.
  • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzmuskulatur).
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder bestimmten rheumatischen Erkrankungen).
  • Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen im Gehirn [Epilepsie]).
  • selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Bereich steigt.


Abschwächung der Wirkung:
  • spezielle Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (Diuretika: sogenannte Aldosteronantagonisten wie z. B. Spironolacton und Canrenonat, Schleifendiuretika, z. B. Furosemid).
  • bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (insbesondere ACE-Hemmer).
  • harnsäureausscheidende Gichtmittel (z. B. Probenecid, Benzbromaron).


Bei gleichzeitiger Anwendung von Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln oder Metamizol kann die gerinnungshemmende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (Vorbeugung der Bildung von Blutgerinnseln) beeinträchtigt sein. Bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine Interaktion nicht wahrscheinlich. Metamizol sollte mit Vorsicht angewendet werden. Bevor Sie Acetylsalicylsäure anwenden, informieren Sie bitte Ihren Arzt, welche anderen Arzneimittel Sie bereits einnehmen. Falls Sie regelmäßig Acetylsalicylsäure einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. HerzASS-ratiopharm 100 mg sollte nicht zusammen mit einem der oben genannten Stoffe ohne ausdrückliche Anweisung des Arztes angewendet werden.

Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
Beachten Sie, dass Acetylsalicylsäure nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollte.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel dürfen Sie HerzASS-ratiopharm 100 mg nur auf Anordnung des Arztes einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff von HerzASS-ratiopharm 100 mg, wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt in einer Dosis über 150 mg pro Tag nicht einnehmen (siehe Abschnitt „HerzASS-ratiopharm 100 mg darf nicht eingenommen werden“). Acetylsalicylsäure bis 150 mg pro Tag dürfen Sie im letzten Schwangerschaftsdrittel nur auf ärztliche Anordnung einnehmen.

Stillzeit:
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei Anwendung einer Tagesdosis bis 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei Einnahme höherer Dosen (über 150 mg Tagesdosis) soll abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3. Wie ist HerzASS-ratiopharm 100 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung - Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
  • Bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen infolge von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen): Es wird eine tägliche Dosis von 1 Tablette HerzASS-ratiopharm 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Bei akutem Herzinfarkt: Es wird eine tägliche Dosis von 1 Tablette HerzASS-ratiopharm 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe): Es wird eine tägliche Dosis von 3 Tabletten HerzASS-ratiopharm 100 mg (entsprechend 300 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach ACVB, bei PTCA): Es wird eine tägliche Dosis von 1 Tablette HerzASS-ratiopharm 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen. Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung mit HerzASS-ratiopharm 100 mg nach aortokoronarem Venenbypass (ACVB) scheint 24 Stunden nach der Operation zu sein.
  • Zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen aufgetreten sind: Es wird eine tägliche Dosis von 1 Tablette HerzASS-ratiopharm 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.


Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut, möglichst nach den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Nehmen Sie die Tabletten nicht auf nüchternen Magen ein! Bei der Behandlung des akuten Herzinfarktes sollte die erste Tablette zerkaut oder zerbissen werden.

Dauer der Anwendung:
HerzASS-ratiopharm 100 mg ist zur Langzeitanwendung bestimmt. Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge HerzASS-ratiopharm 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten:
Schwindel und Ohrensausen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Anzeichen einer schwerwiegenden Vergiftung sein. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit HerzASS-ratiopharm 100 mg benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Dieser kann je nach Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg vergessen haben:
Wenn Sie einmal zu wenig HerzASS-ratiopharm 100 mg eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben, so nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von HerzASS-ratiopharm 100 mg abbrechen:
Setzen Sie HerzASS-ratiopharm 100 mg ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt nicht ab oder beenden Sie die Einnahme nicht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) bis sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) sind auch schwerwiegende Blutungen, wie z. B. Hirnblutungen, insbesondere bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln berichtet worden, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können. Beschleunigter Abbau oder Zerfall der roten Blutkörperchen und eine bestimmte Form der Blutarmut bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel. Blutungen wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann bis zu 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Erkrankungen des Immunsystems:
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes und des Herz-Kreislauf-Systems, insbesondere bei Asthmatikern. Folgende Krankheitsmerkmale können auftreten: z. B. Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Entzündung der Nasenschleimhaut, verstopfte Nase, allergischer Schock, Schwellung von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
  • Verminderte Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie).
  • Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Dies kann unter Umständen bei prädisponierten Patienten einen Gichtanfall auslösen.


Erkrankungen des Nervensystems:
Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen oder Ohrensausen (Tinnitus) und Verwirrtheitszustände können Anzeichen einer Überdosierung sein (siehe Abschnitt 3. unter „Wenn Sie eine größere Menge HerzASS-ratiopharm 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten“).

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall.
  • Geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).


Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können.
  • Magen- oder Darmentzündungen.
  • Magen- oder Darmblutungen.


Bei längerer Anwendung von HerzASS-ratiopharm:
100 mg kann es infolge verborgener Blutungen aus dem Magen- oder Darmtrakt zu einer Blutarmut (Eisenmangelanämie) kommen. Treten schwarzer Stuhl oder blutiges Erbrechen auf (Zeichen einer stärkeren Magenblutung), müssen Sie sofort den Arzt benachrichtigen (siehe „Vorsichtsmaßnahmen“).

Leber- und Gallenerkrankungen:
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
  • Erhöhung der Leberwerte.


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu schweren, fieberhaften Hautausschlägen mit Schleimhautbeteiligung (Erythema exsudativum multiforme)).


Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
  • Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen. Vorsichtsmaßnahmen


Sollten Sie die genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, nehmen Sie HerzASS-ratiopharm 100 mg nicht noch einmal ein. Informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann. Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf HerzASS-ratiopharm 100 mg nicht noch einmal eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist HerzASS-ratiopharm 100 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Umverpackung und den Blisterpackungen nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was HerzASS-ratiopharm 100 mg enthält:
Der Wirkstoff ist Acetylsalicylsäure. Jede Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure. Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver.

Wie HerzASS-ratiopharm 100 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Weiße, runde Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe. HerzASS-ratiopharm 100 mg ist in Packungen zu 50 und 100 Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Straße 3
89079 Ulm

Hersteller:
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3
89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2019.

Quelle: Angaben der Gebrauchsinformation
Stand: 07/2020

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure. Anwendungsgebiete: bei instabiler Angina Pectoris (Herzschmerzen aufgrund mangelnder Durchblutung in den Herzkranzgefäßen) – als Teil der Standardtherapie, bei akutem Herzinfarkt – als Teil der Standardtherapie, zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe), nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z. B. nach aortokoronarer Bypass-Operation [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA]), zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesichts- oder Armbereich oder vorübergehender Sehverlust) aufgetreten sind.