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ASS-Ratio Protect 100 mg (100 St.)

ASS-Ratio Protect 100 mg (100 St.)

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Type : Herz-Kreislauf-Erkrankungen

SKU : 15577596

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg magensaftresistente Tabletten.
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie, bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie, zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Re-Infarktprophylaxe), nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z.B. nach Aortokoronarer Venenbypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA]), zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg magensaftresistente Tabletten
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. WAS IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
  2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG BEACHTEN?
  3. WIE IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG EINZUNEHMEN?
  4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
  5. WIE IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG AUFZUBEWAHREN?
  6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN


1. WAS IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg hemmt u.a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt damit der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg wird angewendet:
  • bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie.
  • bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie.
  • zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Re-Infarktprophylaxe).
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z.B. nach ACVB, bei PTCA).
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind.


Hinweis:
ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg ist nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen geeignet.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG BEACHTEN?

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch auf Salicylate oder andere nicht-steroidale Entzündungshemmer reagiert haben.
  • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren.
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese).
  • bei Leber- und Nierenversagen.
  • bei schwerer, nicht eingestellter Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
  • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen.
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von über 150 mg Acetylsalicylsäure pro Tag (siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg einnehmen:
  • bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere Schmerz- und Entzündungshemmer.
  • bei anderen Allergien (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber).
  • bei bronchialem Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen Atemwegserkrankungen.
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin).
  • bei Magen- oder Darmgeschwüren in der Vorgeschichte.
  • bei eingeschränkter Leberfunktion.
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränkter Durchblutung des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Nierengefäßerkrankung, Herzmuskelschwäche, Verminderung des Blutvolumens, größere Operationen, Sepsis oder starke Blutungen).
  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen z.B. Zahnextraktionen): es kann zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg eingenommen haben.
  • bei Patienten mit schwerem G6PD-Mangel: Acetylsalicylsäure kann eine beschleunigte Zerstörung der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form der Blutarmut hervorrufen.


Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen. Bei dauerhafter Einnahme von Acetylsalicylsäure kann sich die Prognose bei Patienten mit Hirnblutungen verschlechtern. Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann es länger als sonst dauern, bis eine Blutung aufhört. Dies hängt mit der Wirkung von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg zusammen. Kleinere Schnitte und Verletzungen (z.B. beim Rasieren) sind in der Regel ohne Bedeutung. Bei ungewöhnlichen Blutungen (an ungewöhnlicher Stelle oder mit ungewöhnlicher Dauer) wenden Sie sich an Ihren Arzt. Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.

Kinder und Jugendliche:
ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Treten langanhaltendes Erbrechen auf, kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms sein, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.

Einnahme von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg beeinflusst werden.

Verstärkung der Wirkungen bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
  • blutgerinnungshemmende (z.B. Cumarin, Heparin) und thrombolytische Arzneimittel: Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer thrombolytischen Behandlung angewendet wurde. Achten Sie auf Anzeichen äußerer oder innerer Blutungen.
  • andere Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften von Blutplättchen hemmen, z.B. Ticlopidin, Clopidogrel): erhöhtes Blutungsrisiko.
  • andere Schmerz- und Entzündungshemmer (nicht-steroidale Analgetika/Antiphlogistika) und allgemein Mittel gegen Rheuma: erhöhtes Blutungsrisiko und Magen-Darm-Geschwüre.
  • Arzneimittel, die Cortison oder Cortison-ähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme der Produkte, die auf die Haut aufgetragen werden, oder bei einer Cortison-Ersatztherapie bei Addison-Krankheit): erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
  • Alkohol: das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen ist erhöht.
  • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft).
  • blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika): der Blutzuckerspiegel kann sinken.
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen): erhöhtes Nebenwirkungsrisiko.
  • Valproinsäure (Mittel gegen Anfallsleiden [Epilepsie]): Wirkungs- und Nebenwirkungsverstärkung.
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt steigt.


Abschwächung der Wirkungen:
  • spezielle Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (Diuretika: sogenannte Aldosteron-Antagonisten wie z.B. Spironolacton und Canrenoat, Schleifendiuretika wie z.B. Furosemid).
  • bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (insbesondere ACE-Hemmer).
  • harnsäureausscheidende Arzneimittel gegen Gicht (z.B. Probenecid, Benzbromaron).


Bei gleichzeitiger Anwendung von Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln oder Metamizol kann die gerinnungshemmende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (Vorbeugung der Bildung von Blutgerinnseln) beeinträchtigt sein. Bei gelegentlichem Gebrauch von Ibuprofen ist eine Interaktion unwahrscheinlich. Metamizol sollte mit Vorsicht angewendet werden. Während der Anwendung von Acetylsalicylsäure informieren Sie bitte Ihren Arzt, welche weiteren Arzneimittel Sie bereits einnehmen. Wenn Sie Acetylsalicylsäure regelmäßig anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein weiteres Arzneimittel einnehmen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.

Einnahme von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol:
Beachten Sie bitte, dass Acetylsalicylsäure nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollte.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Im ersten und zweiten Trimenon dürfen Sie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg nur auf Anweisung des Arztes einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure in Dosierungen über 150 mg pro Tag nicht einnehmen, da ein erhöhtes Risiko von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt besteht (siehe auch Abschnitt „ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg darf nicht eingenommen werden“). Acetylsalicylsäure bis 150 mg pro Tag dürfen Sie im letzten Trimenon der Schwangerschaft nur auf Anweisung des Arztes einnehmen.

Stillzeit:
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Auswirkungen auf den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei Anwendung einer Tagesdosis bis 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Bei Einnahme höherer Dosen (über 150 mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Acetylsalicylsäure beeinflusst die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen nicht.

ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg enthält Lactose:
Bitte nehmen Sie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung:
Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
  • Bei instabiler Angina pectoris: Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Bei akutem Herzinfarkt: Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt: Es wird eine tägliche Dosis von 3 magensaftresistenten Tabletten ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg (entsprechend 300 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
  • Nach Operationen: Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen. Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung mit ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg nach Aortokoronarem Venenbypass (ACVB) scheint 24 Stunden nach der Operation zu sein.
  • Zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten: Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.


Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut, möglichst vor dem Essen, mit reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) ein. Zur Behandlung bei akutem Herzinfarkt soll die erste magensaftresistente Tablette zerbissen oder zerkaut werden.

Dauer der Anwendung:
ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg ist zur Langzeitanwendung vorgesehen. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten:
Schwindel und Ohrensausen, besonders bei Kindern und älteren Patienten, können Anzeichen einer schwerwiegenden Vergiftung sein. Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg abbrechen:
Brechen Sie die Einnahme von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg nicht ab, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.


Blut:
  • Sehr selten, schwerwiegende Blutungen wie z.B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln, die im Einzelfall lebensbedrohlich sein können.
  • Nicht bekannt: Beschleunigte Zerstörung der roten Blutkörperchen und eine bestimmte Form der Blutarmut bei Patienten mit schwerem G6PD-Mangel. Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen der Harn- und Geschlechtsorgane mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach Einnahme anhalten.


Verdauungssystem:
  • Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall; geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Trakt (Mikroblutungen).
  • Gelegentlich: Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können. Magen- oder Darmentzündungen. Magen-Darm-Blutungen. Bei längerer Anwendung von ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg kann infolge verborgener Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) auftreten. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer stärkeren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen (siehe „Vorsichtsmaßnahmen“).


Nervensystem:
Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Veränderungen des Hörvermögens oder Ohrensausen können Zeichen einer Überdosierung sein (siehe Abschnitt 3. „Wenn Sie eine größere Menge ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten“).

Haut:
Gelegentlich: Hautreaktionen (sehr selten mit schweren, fieberhaften Hautausschlägen mit Schleimhautbeteiligung (Erythema exsudativum multiforme)).

Immunsystem (Überempfindlichkeitsreaktionen, Allergien):
Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereiches und des Herz-Kreislauf-Systems, besonders bei Asthmatikern. Folgende Krankheitszeichen können auftreten: z.B. Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Entzündung der Nasenschleimhaut, verstopfte Nase, anaphylaktischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem).

Leber:
Sehr selten: Erhöhungen der Leberwerte.

Niere:
Sehr selten: Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen wurden berichtet.

Stoffwechsel:
Sehr selten: Verminderung des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie). Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Risikopatienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Gegenmaßnahmen:
Beim Auftreten der oben genannten Nebenwirkungen sollten Sie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg nicht erneut einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt, damit dieser über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann. Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST ASS-RATIOPHARM PROTECT 100 MG AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel oder dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 30°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg enthält:
Der Wirkstoff ist: Acetylsalicylsäure. Jede magensaftresistente Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.). Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Kartoffelstärke, Talkum, Triacetin, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30% (Ph.Eur.).

Wie ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einem Durchmesser von ca. 8,1 mm. ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg ist in Blisterpackungen mit 10, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90 und 100 magensaftresistenten Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Straße 3
89079 Ulm

Hersteller:
G.L. Pharma GmbH
Schlossplatz 1
8502 Lannach
Österreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2019.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 07/2020

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - als Teil der Standardtherapie, bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie, zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe), nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z.B. nach aortokoronarem Venenbypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA]), zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorische ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z.B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehende Sehstörungen) aufgetreten sind.