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Aspirin Protect 100 mg (98 St.)

Aspirin Protect 100 mg (98 St.)

Normaler Preis 104,16 DKK
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Type : Herz-Kreislauf-Erkrankungen

SKU : 06706155

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Aspirin Protect 100 mg, magensaftresistente Tabletten.
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure. Anwendungsgebiete: o bei instabiler Angina Pectoris (Herzenge aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen)
  • als Teil der Standardtherapie
  • bei akutem Herzinfarkt
  • als Teil der Standardtherapie
  • zur Vorbeugung eines neuen Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach aortokoronarem Venenbypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA])
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen aufgetreten sind (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust)
  • beim Kawasaki-Syndrom (einer seltenen, akuten Fieberkrankheit im Kindesalter, die u. a. Haut und Lymphknoten betrifft):
    • zur Entzündungshemmung während der Fieberphase,
    • zur Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Gefäßveränderungen der Herzkranzgefäße (prophylaktische Thrombozytenaggregationshemmung bei Koronaraneurysmen).


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Aspirin Protect 100 mg, magensaftresistente Tabletten
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser
Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach einiger Zeit nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Aspirin Protect 100 mg und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Aspirin Protect 100 mg beachten?
  3. Wie ist Aspirin Protect 100 mg einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Aspirin Protect 100 mg aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Aspirin Protect 100 mg und wofür wird es angewendet?

Aspirin Protect 100 mg hemmt u. a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt damit der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).

Aspirin Protect 100 mg wird angewendet:
  • als Teil der Standardtherapie
  • bei akutem Herzinfarkt
  • als Teil der Standardtherapie
  • zur Vorbeugung eines neuen Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach aortokoronarem Venenbypass [ACVB], bei PTCA)
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen aufgetreten sind (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust)
  • beim Kawasaki-Syndrom (einer seltenen, akuten Fieberkrankheit im Kindesalter, die Haut und Lymphknoten betrifft):
    • zur Entzündungshemmung während der Fieberphase,
    • zur Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Gefäßveränderungen der Herzkranzgefäße (prophylaktische Thrombozytenaggregationshemmung bei Koronaraneurysmen).


Hinweis:
Aspirin Protect 100 mg ist nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen geeignet.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Aspirin Protect 100 mg beachten?

Aspirin Protect 100 mg darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise auf bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen (Salicylate oder andere nicht-steroidale Antiphlogistika) allergisch reagiert haben.
  • bei akuten Magen- und Darmgeschwüren.
  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese).
  • bei Leber- und Nierenversagen.
  • bei schwerer, nicht medikamentös eingestellter Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
  • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen.
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosis von über 150 mg Acetylsalicylsäure pro Tag (siehe auch Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit").


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aspirin Protect 100 mg einnehmen:
  • bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere Schmerz- und Entzündungshemmer, andere Arzneimittel gegen Rheuma oder andere allergieauslösende Stoffe.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika, wie z. B. Ibuprofen und Naproxen (Schmerzmittel, fiebersenkende oder entzündungshemmende Arzneimittel) (siehe auch unter 2. "Abschwächung der Wirkung").
  • bei anderen Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber).
  • bei bronchialem Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen.
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarinderivate, Heparin – ausgenommen niedrig dosierte Heparintherapie).
  • bei Magen-Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte.
  • bei eingeschränkter Leberfunktion.
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränkter Durchblutung des Herzens und der Gefäße (z. B. Nierenerkrankung, Herzschwäche, verringertes Blutvolumen, größere Operationen, Sepsis oder starke Blutungen): Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens erhöhen.
  • vor operativen Eingriffen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. dem Ziehen eines Zahnes): es kann zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie Aspirin Protect 100 mg eingenommen haben.
  • bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel: Acetylsalicylsäure kann einen beschleunigten Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form der Blutarmut auslösen. Dieses Risiko kann durch Faktoren wie z. B. hohe Dosis, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden.


Was sollten Sie sonst noch beachten?
Acetylsalicylsäure vermindert in niedrigen Dosen die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend vorbelasteten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen. Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann es möglicherweise etwas länger als sonst dauern, bis die Blutung stoppt. Dies hängt mit der Wirkung von Aspirin Protect 100 mg zusammen. Kleinere Schnitte und Verletzungen (z. B. beim Rasieren) sind in der Regel ohne Bedeutung. Bei ungewöhnlichen Blutungen (an ungewöhnlicher Stelle oder von ungewöhnlicher Dauer) wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.

Kinder und Jugendliche:
Aspirin Protect 100 mg soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu langanhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, sein, die sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.

Einnahme von Aspirin Protect 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneimittel oder Arzneimittelgruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Aspirin Protect 100 mg beeinflusst werden.

Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
  • Blutgerinnungshemmende Arzneimittel (z. B. Cumarin, Heparin) und Blutgerinnsel auflösende Arzneimittel: Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor der Anwendung einer Blutgerinnsel auflösenden Behandlung eingenommen wird. Achten Sie deshalb aufmerksam auf Anzeichen äußerer oder innerer Blutung (z. B. blaue Flecken), wenn Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt werden soll.
  • Andere Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen), z. B. Ticlopidin, Clopidogrel: erhöhtes Blutungsrisiko.
  • Arzneimittel, die Kortison oder Kortison-ähnliche Substanzen enthalten (außer bei äußerlich angewendeten Produkten oder bei Kortison-Ersatztherapie bei Morbus Addison): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt.
  • Alkohol: Die Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und Blutungen ist erhöht.
  • Andere Schmerz- und Entzündungshemmer (nicht-steroidale Analgetika/Antiphlogistika) und andere Arzneimittel gegen Rheuma allgemein: erhöhtes Risiko für Blutungen und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt.
  • Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika): Der Blutzuckerspiegel kann sinken.
  • Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzfunktion).
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen).
  • Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen im Gehirn [Epilepsie]).
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): Das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt steigt.


Abschwächung der Wirkung:
  • Spezielle Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (Diuretika: sogenannte Aldosteronantagonisten wie z. B. Spironolacton und Canrenoat, Schleifendiuretika, z. B. Furosemid).
  • Bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (insbesondere ACE-Hemmer).
  • Harnsäureausscheidende Mittel gegen Gicht (z. B. Probenecid, Benzbromaron).
  • Einige nicht-steroidale Antirheumatika (Acetylsalicylsäure ausgenommen), wie Ibuprofen und Naproxen: können die Hemmung der Blutplättchenaggregation durch Aspirin Protect 100 mg abschwächen und somit das Risiko einer Verringerung der schützenden Wirkung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen.


Bevor Sie Acetylsalicylsäure anwenden, informieren Sie bitte Ihren Arzt, welche anderen Arzneimittel Sie bereits einnehmen. Wenn Sie Acetylsalicylsäure regelmäßig anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. Aspirin Protect 100 mg soll daher nicht zusammen mit einem der vorgenannten Stoffe angewendet werden, es sei denn, der Arzt hat dies ausdrücklich angeordnet.

Einnahme von Aspirin Protect 100 mg zusammen mit Alkohol:
Beachten Sie bitte, dass Acetylsalicylsäure nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollte.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:
Im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft sollten Sie Aspirin Protect 100 mg nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff in Aspirin Protect 100 mg, wegen des erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt in einer Dosis, die 150 mg pro Tag übersteigt, nicht einnehmen (siehe auch Abschnitt „...darf nicht eingenommen werden“). Acetylsalicylsäure bis 150 mg pro Tag dürfen Sie im letzten Drittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Stillzeit:
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei Anwendung einer Tagesdosis bis 150 mg ein Unterbrechen des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Bei Einnahme höherer Dosen (über 150 mg täglich) sollte das Stillen jedoch eingestellt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3. Wie ist Aspirin Protect 100 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung – Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bei instabiler Angina Pectoris (Herzenge aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen):
Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette Aspirin Protect 100 mg empfohlen (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag).

Bei akutem Herzinfarkt:
Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette Aspirin Protect 100 mg empfohlen (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag).

Zur Vorbeugung eines neuen Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe):
Es wird eine tägliche Dosis von 3 magensaftresistenten Tabletten Aspirin Protect 100 mg empfohlen (entsprechend 300 mg Acetylsalicylsäure pro Tag).

Nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach ACVB, bei PTCA):
Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette Aspirin Protect 100 mg empfohlen (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag). Der optimale Zeitpunkt zur Initiierung der Therapie mit Aspirin Protect 100 mg nach aortokoronarem Venenbypass (ACVB) scheint 24 Stunden nach der Operation zu sein.

Zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorstufen aufgetreten sind:
Es wird eine tägliche Dosis von 1 magensaftresistenten Tablette Aspirin Protect 100 mg empfohlen (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag).

Beim Kawasaki-Syndrom:
  • während der Fieberphase sollte die Initialbehandlung mit Acetylsalicylsäure in einer Dosis von 80-100 mg/kg Körpergewicht/Tag, verteilt auf 4 Einzelgaben, in Kombination mit Immunglobulinen begonnen werden.
  • zur Vorbeugung von Blutgerinnseln bei Gefäßveränderungen der Herzkranzgefäße (prophylaktische Thrombozytenaggregationshemmung bei Koronaraneurysmen) sollte die Behandlung später (ca. ab der 2. - 3. Krankheitswoche) mit Acetylsalicylsäure in einer Dosis von 3 - 5 mg/kg Körpergewicht/Tag fortgesetzt werden.


Art der Anwendung:
Die Tabletten sind unzerkaut möglichst mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit mit reichlich Wasser einzunehmen. Zur Behandlung bei akutem Herzinfarkt sollte die erste Tablette zerkaut oder zerbrochen werden.

Dauer der Anwendung:
Aspirin Protect 100 mg ist zur Langzeitanwendung bestimmt. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Aspirin Protect 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten:
Schwindel und Ohrensausen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer schwerwiegenden Vergiftung sein. Falls Sie eine Überdosierung mit Aspirin Protect 100 mg vermuten, benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Aspirin Protect 100 mg vergessen haben:
Wenn Sie zu wenig Aspirin Protect 100 mg eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben oder vom Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Aspirin Protect 100 mg abbrechen:
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Aspirin Protect 100 mg nicht, ohne dies zuvor mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:
Sehr häufig: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall.
  • Geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Trakt (Mikroblutungen).

Häufig: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • Magen- oder Darmblutungen. Diese können nach längerer Anwendung von Aspirin Protect 100 mg zu einer Blutarmut (Eisenmangelanämie) infolge verborgener Blutverluste aus dem Magen-Darm-Trakt führen.
  • Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können.
  • Magen-Darm-Entzündungen. Beim Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen (siehe auch Abschnitt „Vorsichtsmaßnahmen“).


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich: (kann bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten):
Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu schwerwiegenden, fieberhaften Hautausschlägen mit Schleimhautbeteiligung [Erythema exsudativum multiforme]).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Selten: (kann bei bis zu 1 von 1000 Behandelten auftreten):
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes und des Herz-Kreislauf-Systems, besonders bei Asthmatikern. Folgende Krankheitsmerkmale können auftreten: z.B. Blutdruckabfall, Atemnotanfälle, Entzündung der Nasenschleimhaut, Verstopfung der Nase, allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf [Quincke-Ödem].

Erkrankungen des Nervensystems:
Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheitszustände, Hörstörungen oder Ohrensausen (Tinnitus) können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Anzeichen einer Überdosierung sein (siehe auch Abschnitt „Wenn Sie eine größere Menge Aspirin Protect 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten“).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Selten (kann bei bis zu 1 von 1000 Behandelten auftreten) bis sehr selten (kann bei bis zu 1 von 10000 Behandelten auftreten):
Es wurde auch über schwerwiegende Blutungen wie z.B. Hirnblutungen berichtet, insbesondere bei Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien), die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können. Beschleunigter Abbau bzw. Zerfall von roten Blutkörperchen und eine bestimmte Form der Blutarmut bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel. Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen der Harnwege und Geschlechtsorgane, die mit einer Verlängerung der Blutungszeit einhergehen können. Dieser Effekt kann 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Erkrankungen der Leber und Gallenblase:
Sehr selten: (kann bei bis zu 1 von 10000 Behandelten auftreten):
Erhöhung der Leberwerte.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Sehr selten: (kann bei bis zu 1 von 10000 Behandelten auftreten):
Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Sehr selten: (kann bei bis zu 1 von 10000 Behandelten auftreten):
  • Verminderung des Blutzuckers (Hypoglykämie).
  • Acetylsalicylsäure vermindert in niedrigen Dosen die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend vorbelasteten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.


Gegenmaßnahmen:
Wenn Sie die genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, sollten Sie Aspirin Protect 100 mg nicht nochmals einnehmen. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit dieser den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen beurteilen kann. Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Aspirin Protect 100 mg nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Aspirin Protect 100 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 25 °C lagern.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Aspirin Protect 100 mg enthält:
Der Wirkstoff ist: Acetylsalicylsäure. 1 magensaftresistente Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.). Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, Cellulosepulver, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1)-Dispersion 30 %, Polysorbat 80, Natriumdodecylsulfat, Talkum, Triethylcitrat.

Wie Aspirin Protect 100 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Aspirin Protect 100 mg ist eine weiße, runde Tablette mit 7 mm Durchmesser. Aspirin Protect 100 mg ist in Packungen mit 42 und 98 magensaftresistenten Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen
Deutschland
Telefon: (0214) 30 51 348
Telefax: (0214) 30 51 603
E-Mail: medical-information@bayer.com

Hersteller:
Bayer Bitterfeld GmbH
Salegaster Chaussee 1
06803 Bitterfeld-Wolfen
Deutschland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2017.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 09/2017

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure. Anwendungsgebiete: o bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) im Rahmen der Standardtherapie o bei akutem Herzinfarkt im Rahmen der Standardtherapie o zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach dem ersten Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe) o nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z. B. nach Aortokoronarem Venen-Bypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler Koronarangioplastie [PTCA]) o zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehende Sehstörungen) aufgetreten sind o bei Kawasaki-Syndrom (eine seltene, akute Fiebererkrankung im Kindesalter, die u. a. Haut und Lymphknoten befällt): zur Entzündungshemmung in der Fieberphase, zur Prophylaxe der Thrombozytenaggregation bei wandständigen Veränderungen der Koronararterien (prophylaktische Hemmung der Thrombozytenaggregation bei Koronaraneurysmen).