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Arabische Würfelpappe Perf 4 (1 Stk.)

Arabische Würfelpappe Perf 4 (1 Stk.)

Normaler Preis 360,84 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 00633811

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Produkteigenschaften:

Arabin Würfel-Pessare, perforiert und unperforiert (alle mit Faden)

Inhaltsstoffe und Lagerung:
Das Würfelpessar besteht aus gewebeverträglichem Silikon mit einem Faden zur einfacheren Entnahme. Das Pessar kann bei Raumtemperatur zwischen 1 und 30 °C gelagert werden, vor UV-Strahlung geschützt und ohne direkten Kontakt mit reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl.

Indikation:
Das Würfelpessar hält durch seinen Vakuum-Effekt besser als andere Pessare. Die unperforierte Form hält besser als die perforierte Form, die jedoch leichter zu wechseln ist. Mit dem Würfelpessar können verschiedene Grade des vaginalen Prolapses behandelt werden. Ist der Prolaps so schwerwiegend, dass die Scheide heraushängt, spricht man von einem Vorfall. Durch ein in die Scheide eingeführtes Würfelpessar können die gesenkten Organe wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Das Würfelpessar hält dank seines Saugeffekts besser als andere Produkte. Behandlungsindikationen sind auch Störungen der Blasenentleerung, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und vor Operationen (mit Östrogensalbe).

Schulung:
Hat ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung mit der Pessar-Therapie, so empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Website www.dr-arabin.de oder die Überweisung zu erfahrenen Kollegen.

Größen:
Die Größe des Würfelpessars wird durch die Kantenlänge des Würfels bestimmt. Es werden 10 verschiedene Größen angeboten, die von einer minimalen Kantenlänge von 25mm (Größe 0) bis zu einer maximalen Kantenlänge von 75mm (Größe 9) reichen. Die korrekte Größenwahl durch einen behandelnden Arzt ist Voraussetzung für sicheren Halt und schmerzfreie Anwendung. Der Würfel sollte so groß sein, dass er bei Druck, Husten und Bewegung gut sitzt. Ein zu groß gewählter Würfel kann auf Blase oder Darm drücken und die Entfernung erschweren. Die Behandlung sollte immer mit einem Würfel begonnen werden, der bei Husten und Druck gut sitzt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann es notwendig sein, die Pessargröße zu ändern (meist auf ein kleineres Modell). Bei einer verengten Scheide kommen die größeren Modelle zum Einsatz.

Anwendung:
Der behandelnde Arzt passt das Pessar bei der ersten Untersuchung an. Würfelpessare werden von der Trägerin selbst täglich abends entfernt und morgens nach anfänglicher Anleitung durch einen Arzt oder eine andere Fachkraft wieder eingesetzt. Dies gibt der Scheidenwand die Möglichkeit, sich über Nacht zu erholen. In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, das Pessar nachts anzuwenden, um das Gewebe vor einer Operation vorzubereiten. Dies sollte jedoch nur nach Anweisung des behandelnden Arztes erfolgen. Bei einem großen Vorfall kann bei pflegebedürftigen Patientinnen auch ein kleineres Pessar über Nacht belassen werden, jedoch immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Es ist vorteilhaft, beim Einsetzen eine Salbe über 2 - 3 Würfelkanten aufzutragen. Dies bewirkt nicht nur einen Gleiteffekt, sondern fördert bei Verwendung von Östrogen auch eine bessere Gewebedurchblutung. Die Wahl der Creme oder Salbe sollte mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden. Zum Einlegen des Würfels stellt man den Fuß auf einen Stuhl oder den Bettrand wie beim Einführen eines Tampons, es kann auch ausreichen, das Pessar mit gespreizten Beinen, evtl. an eine Wand gelehnt oder liegend, einzuführen. Der Würfel wird so weit wie möglich in die Scheide geschoben. Erst dann sitzt das Pessar richtig und verursacht keine Druckschmerzen. Zum Entfernen wird der Würfel am Faden nach dem Lösen des Vakuums (Vor- und Zurückbewegung) so weit nach unten gezogen, bis ein Widerstand durch die Beckenbodenmuskulatur spürbar ist. Mit Zeigefinger und/oder Mittelfinger sollen die erreichbaren Kanten des Pessars bewegt werden, so dass das bestehende Vakuum gelöst wird. Anschließend ist das Pessar unter konstantem leichtem Fadenzug zu entfernen. Kann die Patientin kein Wasser lassen, aber auch, wenn eine Inkontinenz durch das Pessar verschlimmert wird, so ist das Pessar zu entfernen und ein kleineres (anderes) Modell zu wählen. Die Patientin ist anzuweisen, jedes Unwohlsein - auch beim Wasserlassen/Stuhlgang - während der Pessar-Therapie sofort zu berichten.

Nachuntersuchung:
Nach dem ersten Einsetzen des Pessars sollte die Patientin nach ca. einer Woche (spätestens nach vier Wochen) kontrolliert werden. Bei jeder Nachuntersuchung sollte das Pessar entfernt und mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, während die Scheide auf Erosionen, Druckstellen oder allergische Reaktionen untersucht wird. Nicht selten ändert sich die Größe des Pessars nach der ersten Anpassung. Die Patientin sollte dann gerne nach ein bis zwei Wochen erneut untersucht werden. Werden Risse oder andere Defekte am Pessar festgestellt, muss es ersetzt werden. Die Patientin sollte während der gesamten Behandlung möglichst vom gleichen Arzt betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die einen effektiven Umgang mit dem Pessar zeigt, können Nachuntersuchungen nach Ermessen länger auseinander liegen.

Anwendung/Reinigung:
Das Würfelpessar gilt als therapeutisches Produkt und darf nur von einer einzigen Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne Verwendung von Desinfektionsmitteln. Schleim- oder Materialreste können vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden, ohne dass der Faden gelockert oder herausgezogen wird.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform sind, sind sie ein „Fremdkörper“. Daher ist die häufigste Nebenwirkung vermehrter Ausfluss und eventueller Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch den Einsatz weiterer Maßnahmen (Cremes, Hygiene) reduziert werden. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer treten (Bild oben rechts). Die Patientin ist anzuweisen, das Pessar zu ertasten und wieder in der Scheide zu fixieren. Postmenopausale Frauen sind anfälliger für Verletzungen der Vaginalschleimhaut. Durch Förderung der Epithelentwicklung kann die Behandlung mit Östrogensalbe die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen. Bei längerer Liegezeit und/oder Östrogenmangel können Druckschmerzen in der Vaginalschleimhaut entstehen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird. Bei Unverträglichkeit kann ein anderes Modell, z.B. ein Schalen- oder Kegelpessar gewählt werden. Dies entscheidet der Arzt. Sollte der Faden reißen, ist das Pessar schnellstmöglich zu entfernen. Bei Frauen, die eine verdeckte Form der Inkontinenz haben („larvierte Inkontinenz“) kann das Würfelpessar Harninkontinenz verschlimmern. In diesen Fällen sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob auf ein anderes Modell (Urethra- oder Urethraschalenpessar) gewechselt oder eine andere Behandlung durchgeführt werden soll. Bei pflegebedürftigen oder ängstlichen Patientinnen kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in den Umgang mit dem Wechsel einbezogen werden, jedoch bei Blutungen oder schweren Infektionen muss immer ein Arzt konsultiert werden.

Liegedauer:
Die Behandlung ist „kurzzeitig“ (< 30 Tage). Unsere Empfehlung ist jedoch, dass das Pessar jeden Abend gewechselt wird! Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Bei Patientinnen, die pflegebedürftig sind oder nicht in der Lage sind, für regelmäßigen Wechsel zu sorgen, kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in den Umgang mit dem Wechsel einbezogen werden. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprägtem Ausfluss sollte jedoch der behandelnde Arzt konsultiert werden. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wäre aber ebenfalls eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Erkrankungen der Scheide oder des Beckens, schließen die Anwendung eines Pessars aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Patientinnen, die nicht verstehen, ignorieren oder nicht nachverfolgt werden können, sollten kein Pessar erhalten.

Warnung:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Ausfluss mit Geruch ist schnellstmöglich der behandelnde Arzt aufzusuchen. Obwohl Cremes und Gele die Behandlung mit Pessaren verbessern, ist die Kompatibilität dieser Produkte mit dem Pessarmaterial nicht getestet. Schwerwiegende Komplikationen, die durch das Pessar verursacht werden, sind dem Hersteller und gegebenenfalls den zuständigen Behörden zu melden.

Haltbarkeit:
Das Pessar hat in der Originalverpackung ab Herstellungsdatum eine Haltbarkeit von 10 Jahren. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Werden Risse, Verformungen oder Verfärbungen bei der Inspektion des Pessars entdeckt, muss das Pessar jederzeit ausgetauscht werden.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können in keimfreiem Zustand im Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind die nationalen Vorschriften einzuhalten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022