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Arabin Würfelpessar Perf 3 (1 Stk.)

Arabin Würfelpessar Perf 3 (1 Stk.)

Normaler Preis 360,84 DKK
Normaler Preis 388,00 DKK Verkaufspreis 360,84 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 00633828

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Produkteigenschaften:

Arabin Würfel-Pessare perforiert und unperforiert (alle mit Knopf)

Bestandteile und Lagerung:
Das Würfelpessar besteht aus gewebeverträglichem Silikon mit einem Knopf und fest verschweißten Fäden zum leichteren Wechsel. Das Pessar kann bei Raumtemperatur von 1 bis 30 °C UV-geschützt ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralölen gelagert werden.

Indikation:
Das Würfelpessar hält aufgrund seines Vakuumeffektes besser als andere Pessare. Die unperforierte Form hält besser als die perforierte Form, die jedoch leichter zu wechseln ist. Mit dem Würfelpessar können verschiedene Grade eines Scheidenvorfalls behandelt werden. Ist der Vorfall so schwerwiegend, dass die Scheide nach außen gestülpt ist, spricht man von einem Prolaps. Durch das Einsetzen eines Würfelpessars in die Scheide können die gesenkten Organe wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Das Würfelpessar hält aufgrund seines Saugeffekts besser als andere Produkte. Behandlungsindikationen sind auch Störungen der Blasenentleerung, Missempfindungen beim Geschlechtsverkehr und präoperativ (mit Östrogencreme).

Schulung:
Hat ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung mit der Pessartherapie, so empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Homepage www.dr-arabin.de oder die Überweisung zu erfahrenen Kollegen.

Größen:
Die Größe des Würfelpessars wird durch die Kantenlänge des Würfels bestimmt. Es werden 10 verschiedene Größen angeboten, mit einer minimalen Kantenlänge von 25 mm (Größe 0) bis zu einer maximalen Kantenlänge von 75 mm (Größe 9). Die richtige Größenwahl durch einen behandelnden Arzt ist eine Voraussetzung für den sicheren Halt und die problemlose Anwendung. Der Würfel muss so groß sein, dass er bei Pressen, Husten und Bewegungen gut sitzt. Ein zu großer Würfel kann auf die Blase oder den Darm drücken und das Entfernen erschweren. Die Behandlung sollte immer mit einem Würfel beginnen, der sowohl bei Husten als auch beim Pressen gut sitzt. Nach ein paar Tagen oder Wochen kann es notwendig sein, die Pessargröße zu ändern (häufig zu einem kleineren Modell). Bei einer eingeengten Scheide werden die größeren Modelle verwendet.

Anwendung:
Der behandelnde Arzt passt das Pessar bei der Erstuntersuchung an. Würfelpessare werden von der Trägerin abends täglich entfernt und morgens nach anfänglicher Anleitung durch einen Arzt oder eine andere Fachkraft wieder eingesetzt. Dies gibt der Scheidenwand die Möglichkeit, sich über Nacht zu erholen. In einigen Fällen kann es jedoch angebracht sein, das Pessar nachts anzuwenden, um das Gewebe vor einer Operation vorzubereiten. Dies sollte jedoch nur auf Anordnung des behandelnden Arztes erfolgen. Bei einem großen Prolaps kann man bei pflegebedürftigen Patientinnen auch nachts ein kleineres Pessar einlegen, aber immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Es ist vorteilhaft, beim Einsetzen einer Salbe über 2 - 3 Würfelkanten aufzutragen. Dies bietet nicht nur einen Gleiteffekt, sondern bei Anwendung von Östrogen kann es auch die Durchblutung des Gewebes verbessern oder eine normale Vaginalflora aufbauen. Die Wahl der Creme oder Salbe sollte mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden. Um den Würfel einzuführen, stellt man den Fuß auf einen Stuhl oder Bettrand, ähnlich wie beim Einführen eines Tampons, es kann auch ausreichend sein, das Pessar mit gespreizten Beinen evtl. an eine Wand gelehnt oder liegend einzuführen. Man schiebt den Würfel so weit wie möglich in die Scheide. Erst dann sitzt das Pessar richtig und erzeugt keine Druckbeschwerden. Beim Entfernen wird der Würfel am Faden nach Lösen des Vakuums (Hin- und Her-Bewegung) - am besten in verschiedene Richtungen, evtl. auch mit leichtem Druck - so weit nach unten gezogen, bis ein Widerstand der Beckenbodenmuskulatur gespürt wird. Mit dem Zeige- und/oder Mittelfinger sollen die zugänglichen Kanten des Pessars bewegt werden, damit das vorhandene Vakuum gelöst wird. Dann wird das Pessar unter konstantem leichtem Fadenzug entfernt. Wenn die Patientin keinen Urin ablassen kann, aber auch wenn eine Inkontinenz durch das Pessar verschlimmert wird, muss das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewählt werden. Die Patientin sollte angewiesen werden, alle Probleme - auch beim Wasserlassen/Stuhlgang - während der Pessartherapie sofort zu melden.

Nachsorge:
Nach der ersten Pessareinlage sollte die Patientin nach ca. einer Woche (spätestens nach vier Wochen) kontrolliert werden. Bei jeder Nachsorge sollte das Pessar entfernt und mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, während die Scheide auf Erosionen, Druckgeschwüre oder allergische Reaktionen inspiziert wird. Es ist nicht selten, dass sich die Größe des Pessars nach der ersten Anpassung ändert. Die Patientin sollte dann nach ein bis zwei Wochen erneut untersucht werden. Wenn Risse oder andere Defekte am Pessar festgestellt werden, muss es jederzeit ausgetauscht werden. Die Patientin sollte während der gesamten Behandlung am besten vom selben Arzt betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die den effektiven Umgang mit dem Pessar demonstriert, können Nachsorgen nach Ermessen des Arztes erfolgen.

Verwendung/Reinigung:
Das Würfelpessar gilt als therapeutisches Produkt und darf nur von einer einzigen Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne Verwendung von Desinfektionsmitteln. Schleim oder Materialreste können vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden, ohne dass der Knopf gelöst oder ausgerissen wird.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform sind, sind sie ein „Fremdkörper“. Daher ist die häufigste Nebenwirkung vermehrter Ausfluss und evtl. Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch zusätzliche Maßnahmen (Cremes, Hygiene) verringert werden. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer treten (Bild oben rechts). Die Patientin sollte angewiesen werden, das Pessar zu ertasten und es wieder in der Scheide zu befestigen. Postmenopausale Frauen sind anfälliger für vaginale Schleimhautschäden. Durch die Förderung der Epithelmetaplasie kann eine Behandlung mit Östrogencreme die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen. Bei längerer Liegezeit und/oder Östrogenmangel können Druckbeschwerden an der Vaginalschleimhaut entstehen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird. Bei Unverträglichkeit kann ein anderes Modell, z.B. ein Schalen- oder Kegelpessar gewählt werden. Dies entscheidet der Arzt. Sollte sich der Faden lösen, muss das Pessar so schnell wie möglich entfernt werden. Bei Frauen, die eine verdeckte Form der Harninkontinenz aufweisen („larvierte Inkontinenz“), kann das Würfelpessar eine Harninkontinenz verschlimmern. In diesen Fällen sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob auf ein anderes Modell (Urethra- oder Urethra-Schalenpessar) umgestiegen oder eine andere Behandlung durchgeführt werden soll. Bei pflegebedürftigen oder ängstlichen Patientinnen kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechsels einbezogen werden, bei Blutungen oder schweren Infektionen muss immer ein Arzt konsultiert werden.

Liegezeit:
Die Behandlung ist „kurzfristig“ (< 30 Tage). Unsere Empfehlung ist jedoch, das Pessar jeden Abend zu wechseln! Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Bei Patientinnen, die pflegebedürftig sind oder sich nicht an den regelmäßigen Wechsel erinnern können, kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechsels einbezogen werden. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprägtem Ausfluss sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wäre aber auch eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Zustände der Scheide oder des Beckens, schließen die Verwendung von Pessaren aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Patientinnen, die Ratschläge nicht verstehen, sie ignorieren oder nicht nachverfolgt werden können, sollten kein Pessar erhalten.
Warnhinweis:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Ausfluss mit Geruchsbildung ist so schnell wie möglich der behandelnde Arzt aufzusuchen. Obwohl Cremes und Gele die Behandlung mit Pessaren verbessern, ist die Verträglichkeit dieser Produkte mit dem Pessarmaterial nicht getestet worden. Schwerwiegende Komplikationen, die dem Pessar zuzuschreiben sind, müssen dem Hersteller und ggf. den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Haltbarkeit:
Dem Pessar ist in der Originalverpackung ab Produktionsdatum eine Haltbarkeit von 10 Jahren zugewiesen. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Werden bei der Inspektion des Pessars Risse, Verformungen oder Verfärbungen festgestellt, muss das Pessar jederzeit ausgetauscht werden.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können in sterilem Zustand im Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind die landesspezifischen Vorschriften zu beachten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022