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Arabin Würfel pess. Knopf 2 (1 St.)

Arabin Würfel pess. Knopf 2 (1 St.)

Normaler Preis 332,94 DKK
Normaler Preis 358,00 DKK Verkaufspreis 332,94 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 08526701

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Produkteigenschaften:

Arabin Würfelpessar perforiert und unperforiert (alle mit Knopf)

Bestandteile und Lagerung:
Das Würfelpessar besteht aus gewebefreundlichem Silikon mit einem Knopf und fest verschweißten Fäden zum leichteren Wechsel. Das Pessar kann bei Raumtemperatur zwischen 1 und 30 °C UV-geschützt ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden.

Indikation:
Das Würfelpessar hält dank seines Saugnapf-Effektes besser als andere Pessare. Die unperforierte Form hält besser als die perforierte Form, die allerdings leichter zu wechseln ist. Mit dem Würfelpessar können verschiedene Grade der Scheidenvorfälle behandelt werden. Ist der Vorfall so stark, dass die Scheide ausgestülpt ist, spricht man von einem Prolaps. Durch ein in die Scheide eingeführtes Würfelpessar können die gesenkten Organe wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht werden. Das Würfelpessar hält wegen seines Saugnapf-Effektes besser als andere Produkte. Behandlungsindikationen umfassen auch Blasenentleerungsstörungen, Missempfindungen beim Geschlechtsverkehr und vor Operationen (mit östrogenhaltiger Salbe).

Schulung:
Hat ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung mit der Pessar-Therapie, so empfehlen wir eine Schulung (online/praktisch), besuchen Sie unsere Webseite www.dr-arabin.de. oder Überweisung an erfahrene KollegInnen.

Größen:
Die Größe des Würfelpessars richtet sich nach der Kantenlänge des Würfels. Es werden 10 verschiedene Größen angeboten, die eine minimale Kantenlänge von 25 mm (Größe 0) bis zu einer maximalen Kantenlänge von 75 mm (Größe 9) aufweisen. Die korrekte Größenauswahl durch einen behandelnden Arzt ist die Voraussetzung für eine sichere und schmerzfreie Anwendung. Der Würfel sollte so groß sein, dass er beim Pressen, Husten und in Bewegung sicher haftet. Ein zu großer Würfel kann auf die Blase oder den Darm drücken und die Entfernung erschweren. Die Behandlung sollte immer mit einem Würfel begonnen werden, der sowohl beim Husten als auch beim Pressen gut hält und sitzt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann ein Wechsel der Pessargröße (meist zu einem kleineren Modell) notwendig werden. Bei einer eingeengten Scheide kommen die größeren Modelle zum Einsatz.

Anwendung:
Der behandelnde Arzt passt das Pessar bei der Erstuntersuchung an. Würfelpessare werden vom Träger selbst abends täglich entfernt und nach anfänglicher Anweisung durch einen Arzt oder eine andere Fachkraft morgens wieder eingesetzt. Dies erlaubt den Scheidenwänden, sich nachts zu erholen. In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, das Pessar nachts zu tragen, um das Gewebe vor einer Operation vorzubereiten. Dies sollte aber nur auf Anordnung des behandelnden Arztes geschehen. Bei einem großen Prolaps kann auch bei pflegebedürftigen Patientinnen nachts ein kleineres Pessar eingelegt werden, aber immer nach Absprache mit dem behandelnden Arzt. Es ist vorteilhaft, beim Einlegen des Würfels über 2-3 Würfelkanten eine Salbe aufzutragen. Dies bewirkt nicht nur eine Gleitwirkung, sondern bei Verwendung von Östrogen fördert es auch eine bessere Gewebedurchblutung oder den Wiederaufbau einer normalen Scheidenwandflora. Die Wahl der Creme oder Salbe ist mit dem behandelnden Gynäkologen abzustimmen. Zum Einlegen des Würfels wird der Fuß auf einen Stuhl oder Bettrand gestellt, ähnlich wie beim Einführen eines Tampons. Es kann auch ausreichend sein, das Pessar mit gespreizten Beinen, eventuell an einer Wand angelehnt oder im Liegen, einzuführen. Hierbei wird der Würfel so weit wie möglich in die Scheide geschoben. Erst dann sitzt das Pessar richtig und verursacht keine druckbedingten Beschwerden. Zum Entfernen wird der Würfel durch Lösen des Vakuums (Hin- und Herbewegung) am besten in verschiedene Richtungen, eventuell auch mit leichtem Pressen - so weit heruntergezogen, bis ein Widerstand der Beckenbodenmuskulatur gespürt wird. Mit Zeige- und/oder Mittelfinger sollen die erreichbaren Kanten des Pessars verschoben werden, so dass das bestehende Vakuum gelöst wird. Anschließend wird das Pessar unter konstantem leichtem Zug am Faden entfernt. Kann die Patientin keinen Urin lassen, aber auch, wenn eine Inkontinenz durch das Pessar verschlimmert wird, so ist das Pessar zu entfernen und ein kleineres (anderes) Modell zu wählen. Die Patientin sollte angewiesen werden, alle Beschwerden - auch bei Miktion/Defäkation - umgehend während der Pessartherapie zu melden.

Nachsorge:
Nach dem ersten Einlegen des Pessars sollte die Patientin nach ca. einer Woche (spätestens nach vier Wochen) einer Nachuntersuchung unterzogen werden. Bei jeder Nachuntersuchung ist das Pessar zu entfernen und mit lauwarmem Wasser zu reinigen, während die Scheide auf Erosionen, Druckstellen oder allergische Reaktionen untersucht wird. Nicht selten ändert sich die Größe des Pessars nach der Erstanpassung. Die Patientin sollte sich dann nach ein bis zwei Wochen erneut untersuchen lassen. Werden Risse oder andere Defekte am Pessar festgestellt, so ist es auszuwechseln. Die Patientin sollte am besten vom selben Arzt während des gesamten Therapieverlaufs begleitet werden. Bei einer motivierten Patientin, die einen effektiven Umgang mit dem Pessar zeigt, können Nachuntersuchungen nach Ermessen in längeren Abständen erfolgen.

Verwendung/Reinigung:
Das Würfelpessar gilt als therapeutisches Produkt und darf nur von einer einzigen Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne die Verwendung von Desinfektionsmitteln. Schleim oder Material kann gegebenenfalls vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden, ohne den Knopf zu lockern oder herauszuziehen.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform sind, stellen sie einen "Fremdkörper" dar. Daher ist die häufigste Nebenwirkung ein vermehrter Ausfluss und eventuell Geruch. Diese Nebenwirkung lässt sich durch die Verwendung zusätzlicher Maßnahmen (Cremes, Hygiene) reduzieren. Bei der Defäkation kann das Pessar tiefer treten (Abbildung oben rechts). Die Patientin sollte angewiesen werden, das Pessar zu ertasten und wieder in der Scheide zu befestigen. Postmenopausale Frauen sind anfälliger für Verletzungen der Vaginalschleimhaut. Durch die Förderung der Epithelreifung kann eine Behandlung mit östrogenhaltiger Salbe die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen. Bei längerer Liegezeit und/oder Östrogenmangel können Druckbeschwerden der Vaginalschleimhaut auftreten. Am schlimmsten ist dies, wenn ein Pessar vergessen wird. Bei Unverträglichkeit kann ein anderes Modell, z.B. ein Schalen- oder Kegelpessar, gewählt werden. Dies entscheidet der Arzt. Reißen die Fäden, so ist das Pessar umgehend zu entfernen. Bei Frauen, die eine verdeckte Form der Blasenschwäche ("larvierte Inkontinenz") haben, kann das Würfelpessar die Harninkontinenz verschlimmern. In solchen Fällen ist mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, ob auf ein anderes Modell (Urethra- oder Urethra-Schalenpessar) umgestellt oder eine andere Behandlung eingeleitet werden soll. Bei pflegebedürftigen oder ängstlichen Patientinnen kann eine Pflegeperson oder ein Familienmitglied in den Umgang mit dem Wechsel einbezogen werden; bei Blutungen oder schweren Infektionen ist immer ein Arzt zu konsultieren.

Liegezeit:
Die Behandlung ist "kurzfristig" (< 30 Tage). Unsere Empfehlung ist aber, das Pessar jeden Abend zu wechseln! Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Bei Patientinnen, die pflegebedürftig sind oder nicht in der Lage sind, einen regelmäßigen Wechsel sicherzustellen, kann eine Pflegeperson oder ein Familienmitglied in den Umgang mit dem Wechsel einbezogen werden. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprägtem Fluor ist der behandelnde Arzt zu kontaktieren. Eine Allergie auf Silikon ist extrem selten, wäre aber auch eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Erkrankungen der Vagina oder des Beckens, schließen die Anwendung eines Pessars aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Patientinnen, die die Ratschläge nicht verstehen, sie ignorieren oder nicht nachverfolgt werden können, sollten kein Pessar erhalten.

Warnung:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Ausfluss mit Geruch ist umgehend der behandelnde Arzt zu konsultieren. Obwohl Cremes und Gele die Behandlung mit Pessaren verbessern, wurde die Verträglichkeit dieser Produkte auf dem Material des Pessars nicht getestet. Schwerwiegende Komplikationen, die dem Pessar zuzuschreiben sind, sind dem Hersteller und gegebenenfalls den zuständigen Behörden zu melden.

Haltbarkeit:
Das Pessar hat eine Haltbarkeit in Originalverpackung von 10 Jahren ab Herstellungsdatum. Nach dem Einlegen des Pessars empfehlen wir eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Werden bei der Inspektion des Pessars Risse, Verformungen oder Verfärbungen festgestellt, so ist das Pessar zu jedem Zeitpunkt auszuwechseln.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können in keimfreiem Zustand zu Hause im Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind die nationalen Vorschriften einzuhalten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022