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Arabin Silikonschalen 95 mm (1 Stk.)

Arabin Silikonschalen 95 mm (1 Stk.)

Normaler Preis 318,99 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 00633917

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Produkteigenschaften:

Arabin (Sieb)Schalenpessar

Bestandteile und Lagerung:
Das Schalen- oder Siebschalenpessar ist aus gewebefreundlichem Silikon gefertigt, welches leicht faltbar ist. Es kann bei Raumtemperatur zwischen 1°C und 30°C, geschützt vor UV-Strahlung ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden. Das perforierte Modell ermöglicht einen besseren Abfluss von Vaginalsekret.

Indikation:
Mit dem Schalen- oder Siebschalenpessar werden Patientinnen mit leichteren Formen von Scheiden- und Gebärmuttervorfällen und/oder Stressinkontinenz behandelt. Die Indikation wird vom behandelnden (Uro-)Gynäkologen gestellt und der Behandlungserfolg von diesem kontrolliert. Es wird ein noch (wenn auch reduzierter) tragfähiger Beckenboden bei den Trägerinnen vorausgesetzt. Durch die Repositionierung des Prolapses und die Unterstützung der Harnröhre kann es auch der Entstehung einer Belastungsinkontinenz vorbeugen. Die Behandlung mit dem Schalenpessar dient dazu, die Prolapsbeschwerden der Patientin zu reduzieren, auch in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Beckenbodentraining und/oder medikamentöser Therapie. Auch wenn langfristig eine Operation geplant ist, kann das Schalenpessar als „Vorbereitung“ eingesetzt werden.

Schulung:
Hat ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung mit der Pessartherapie, so empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Website www.dr-arabin.de oder die Überweisung zu erfahrenen Kollegen.

Größen:
Schalenpessare werden nach dem Schalendurchmesser bemessen, sie sind in Größen von 55 mm bis 95 mm Durchmesser erhältlich. Es sollte das Pessar mit dem kleinsten Umfang sein, das gerade hält. Bei Unsicherheiten in der Größenbestimmung kann unser Anpassungsset helfen.

Anwendung:
Der behandelnde Arzt passt das Pessar bei der ersten Untersuchung an. Es sollte unter Belastung wie Husten, Pressen und Bewegung getestet werden, ob es hält, und danach soll der Arzt den Sitz nochmals kontrollieren. Das Pessar ist für die Patientin leicht wechselbar, d.h. es kann abends entfernt und morgens wiedereingesetzt werden. Der behandelnde Arzt kann weitere Maßnahmen wie eine vorangehende oder parallel stattfindende Hormonbehandlung empfehlen. Dies kann das Einsetzen und Wechseln des Pessars erleichtern und gegebenenfalls den Aufbau von Epithel und Gewebe unterstützen. Der Wechsel durch die Patientin erfolgt am besten im Stehen, wobei ein Bein auf einen Stuhl gestellt werden kann; ist dies zu schwierig, kann es auch mit leicht gespreizten Beinen stehend an einer Wand oder liegend erfolgen. Beim Einsetzen sollte die Patientin darauf achten, dass die Schale zusammengefaltet und in die hintere Scheide eingeführt und danach entfaltet wird. Beim Entfernen zieht die Patientin die Schale durch die zentrale Öffnung mit dem Zeigefinger heraus. Kann die Patientin keinen Urin lassen, muss das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewählt werden. Die Patientinnen sind anzuweisen, alle Beschwerden während der Pessartherapie sofort zu melden.

Nachsorge:
Nach der erstmaligen Einführung des Pessars soll die Patientin nach einer Woche (spätestens nach vier Wochen) zur Nachuntersuchung kommen. Bei jeder Nachsorge soll das Pessar entfernt und gereinigt sowie die Vagina auf Erosionen, Druckstellen oder allergische Reaktionen untersucht werden. Nicht selten ändert sich die Größe des Pessars nach der ersten Anpassung. Die Patientin ist dann wieder anzuweisen, sich innerhalb von ein bis zwei Wochen erneut untersuchen zu lassen. Finden sich Defekte oder Form- bzw. Farbänderungen bei der Untersuchung des Pessars, so ist dieses auszuwechseln. Die Patientin sollte möglichst von dem gleichen Arzt während des gesamten Behandlungsverlaufs begleitet werden. Bei einer motivierten Patientin, die das Entfernen, Einführen und die Pflege des Pessars effektiv demonstrieren kann, können die Nachsorgetermine nach Ermessen des Arztes weiter auseinanderliegen.

Verwendung/Reinigung:
Das (Sieb-)Schalenpessar gilt als Therapieprodukt und darf nur bei einer Patientin angewendet werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne Anwendung von Desinfektionsmitteln.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform sind, sind sie ein „Fremdkörper“. Die häufigste Nebenwirkung ist daher ein verstärkter Ausfluss und eventuell Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch die Anwendung eines sauren Vaginalgels und/oder einer fetthaltigen Creme minimiert werden, was auch Juckreiz verhindern kann. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer rutschen und im schlimmsten Fall dislozieren. Die Patientin ist anzuweisen, die Schale höher in die Vagina zurück zu fixieren, falls dies geschieht. Postmenopausale Frauen mit dünner Vaginalschleimhaut sind anfälliger für vaginale Ulzerationen bei Pessaranwendung. Eine Behandlung mit Östrogencreme kann die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen, da Östrogen Entzündungen reduziert und die Epithelreifung fördert. Bei längerer Liegezeit und/oder Östrogenmangel können Druckstellen in der Vaginalschleimhaut entstehen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird und dann schwer zu entfernen sein kann. Bei absoluter Unverträglichkeit kann entweder ein kleineres Ringpessar oder bei häufigem Verrutschen ein Würfelpessar gewählt werden. Ein täglicher Wechsel durch die Patientin verhindert die Ausdehnung des Gewebes und Druckstellen.

Liegedauer:
Die Behandlung ist „kurzfristig“, d.h. das Pessar kann bis zu 30 Tage ununterbrochen liegen, danach wird es entfernt und gereinigt. Es darf nur von der gleichen Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Prolaps der Grade III-IV, welche mit Würfel- oder Kegelpessaren behandelt werden können. Bei Patientinnen, welche pflegebedürftig sind oder zu einem regelmäßigen Wechsel nicht in der Lage sind, kann es vorteilhaft sein, eine Pflegeperson oder Familienangehörige in die Handhabung des Wechsels einzubeziehen. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprägtem Fluor ist der behandelnde Arzt zu konsultieren. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wäre aber ebenfalls eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Erkrankungen der Vagina oder des Beckens, schließen die Anwendung eines Pessars aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Geschwächte Patientinnen und Patientinnen, die die Anweisungen nicht verstehen, ignorieren oder nicht befolgen können, sollten kein Pessar erhalten.

Warnhinweis:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Fluor mit Geruch ist schnellstmöglich der behandelnde Arzt zu konsultieren. Obwohl Cremes und Gele die Behandlung mit Pessaren verbessern können, ist die Verträglichkeit dieser Produkte mit dem Pessarmaterial nicht getestet worden. Schwerwiegende Komplikationen, die durch das Pessar verursacht werden, sind dem Hersteller und gegebenenfalls den zuständigen Behörden zu melden.

Haltbarkeit:
Das Pessar hat eine Haltbarkeit in der Originalverpackung von 10 Jahren ab Produktionsdatum. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Treten bei der Begutachtung des Pessars Risse, Verformungen oder Verfärbungen auf, so ist das Pessar jederzeit auszuwechseln.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können im sterilen Zustand zu Hause im Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind die nationalen Bestimmungen zu beachten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022