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Arabersieb 65 mm (1 Stk.)

Arabersieb 65 mm (1 Stk.)

Normaler Preis 318,99 DKK
Normaler Preis 343,00 DKK Verkaufspreis 318,99 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 04806579

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Produkteigenschaften:

Arabin (Sieb)Schalenpessar

Bestandteile und Lagerung:
Sieb- bzw. Schalenpessare bestehen aus gewebefreundlichem Silikon, das leicht faltbar ist. Es kann bei Raumtemperatur zwischen 1°C und 30°C, vor UV-Strahlung geschützt und ohne direkten Kontakt mit reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden. Das perforierte Modell erlaubt einen besseren Abfluss des Fluor.

Indikation:
Mit Schalen- bzw. Siebschalenpessaren werden Patientinnen mit geringeren Formen des Scheiden- und Gebärmuttervorfalles und/oder einer Belastungsinkontinenz behandelt. Die Indikationsstellung erfolgt durch den behandelnden (Uro-) Gynäkologen, der auch den Behandlungserfolg überwacht. Eine (wenn auch geminderte) Beckenbodenkraft wird bei den Anwenderinnen vorausgesetzt. Durch Repositionierung der Senkung und die Abstützung der Harnröhre kann auch der Entstehung einer Stressinkontinenz vorgebeugt werden. Die Behandlung mit dem Schalenpessar hat zum Ziel, auch in Kombination mit begleitenden Maßnahmen wie Beckenbodengymnastik und/oder medikamentöser Therapie, die Senkungsbeschwerden der Patientin zu vermindern. Selbst wenn längerfristig eine Operation geplant ist, kann das Schalenpessar als „Vorbereitung“ angewendet werden.

Ausbildung:
Sollte der behandelnde Arzt wenig Erfahrung mit der Pessartherapie besitzen, empfehlen wir einen Kurs (online/hands-on), den Besuch unserer Homepage www.dr-arabin.de oder den Verweis an erfahrene Kollegen.

Größen:
Schalenpessare werden nach dem Durchmesser der Schale gemessen und sind in Größen von 55 mm bis 95 mm Durchmesser erhältlich. Es sollte das Pessar mit dem kleinsten Umfang sein, das gerade hält. Bei Unsicherheit in der Größenbestimmung kann unser Anpassungsset helfen.

Anwendung:
Der behandelnde Arzt passt das Pessar bei der ersten Untersuchung an. Belastungen wie Husten, Pressen und Bewegung sollten daraufhin getestet werden, ob es hält und danach vom Arzt der Sitz erneut kontrolliert werden. Das Pessar kann durch die Patientin problemlos gewechselt, d.h. abends entfernt und morgens wieder eingesetzt werden. Der behandelnde Arzt kann weitere Maßnahmen, wie eine vorherige oder parallele Hormonbehandlung empfehlen. Dies kann das Einsetzen und Wechseln von Pessaren erleichtern und gegebenenfalls den Aufbau von Epithel und Gewebe unterstützen. Der Wechsel erfolgt am besten im Stehen, wobei ein Bein auf einen Stuhl gestellt werden kann; ist dies zu schwierig, kann dies auch bei leicht gespreizten Beinen stehend an einer Wand oder im Liegen geschehen. Beim Einsetzen sollte die Patientin darauf achten, dass die Schale zusammengefaltet wird und in die hintere Scheidenwand eingeführt wird, woraufhin sie sich entfaltet. Beim Entfernen zieht die Patientin die Schale durch die zentrale Öffnung mit dem Zeigefinger heraus. Sollte die Patientin keinen Urin lassen können, muss das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewählt werden. Die Patientin ist anzuhalten, alle Beschwerden unter der Pessartherapie unverzüglich zu melden.

Nachuntersuchung:
Nach dem erstmaligen Einlegen des Pessars sollte die Patientin nach einer Woche (spätestens nach vier Wochen) erneut untersucht werden. Bei jeder Nachuntersuchung sollte das Pessar entfernt, gereinigt und die Vagina auf Erosionen, Drucknekrosen oder allergische Reaktionen untersucht werden. Nicht selten ändert sich die Größe des Pessars nach der ersten Anpassung. Die Patientin ist daraufhin erneut anzuweisen, eine weitere Untersuchung innerhalb von ein bis zwei Wochen durchführen zu lassen. Werden bei der Untersuchung des Pessars Mängel oder Form- und Farbänderungen festgestellt, ist das Pessar auszutauschen. Die Patientin sollte möglichst während der gesamten Behandlungsdauer von demselben Arzt betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die das effektive Entfernen, Einlegen und die Pflege des Pessars demonstrieren kann, können Nachuntersuchungen in längeren Abständen nach Ermessen des Arztes erfolgen.

Gebrauch/Reinigung:
Das (Sieb)Schalenpessar ist als therapeutisches Produkt anzusehen und darf nur von einer Patientin benutzt werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne Benutzung von Desinfektionsmitteln.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Pessare sind, obwohl eine sichere Behandlungsform, ein „Fremdkörper“. Die häufigste Nebenwirkung ist ein vermehrter Ausfluss und eventuell Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch Anwendung eines sauren Scheidenspülmittels und/oder einer fetthaltigen Creme, welche auch Juckreiz vorbeugen kann, minimiert werden. Während des Stuhlgangs kann das Pessar tiefertreten und im ungünstigsten Falle dislozieren. Die Patientin ist anzuweisen, die Schale wieder hoch in die Scheide zu schieben. Postmenopausale Frauen mit dünner Vaginalschleimhaut sind anfälliger für Vaginalgeschwüre bei der Verwendung von Pessaren. Eine Behandlung mit Östrogencreme kann die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen, da Östrogen Entzündungen reduziert und die epitheliale Reifung fördert. Bei längerer Liegedauer und/oder Östrogenmangel können Druckbeschwerden in der Vaginalschleimhaut auftreten. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird und dann schwer zu entfernen sein kann. Bei absoluter Unverträglichkeit kann entweder ein kleineres Ring-Pessar oder bei häufigem Herausrutschen ein Würfelpessar gewählt werden. Ein täglicher Wechsel durch die Patientin verhindert Gewebsexplosion und Druckbeschwerden.

Liegedauer:
Die Behandlung ist „kurzfristig“, d.h. das Pessar darf ununterbrochen bis zu 30 Tage liegen bleiben, danach muss es entfernt und gereinigt werden. Es darf nur von der selben Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Senkungen Grad III-IV, welche mit Würfel- oder Kegelpessaren behandelbar sind. Für Patientinnen, die pflegebedürftig sind oder die regelmäßigen Wechsel nicht sicherstellen können, kann es sinnvoll sein, eine Pflegeperson oder ein Familienmitglied in den Umgang mit dem Wechsel einzubeziehen. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprägtem Fluor ist der behandelnde Arzt zu konsultieren. Eine Allergie gegen Silikon ist äußerst selten, wäre aber ebenfalls eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Erkrankungen der Vagina oder des Beckens, schließen die Anwendung eines Pessars aus, bis die Infektion geheilt ist. Geschwächten Patientinnen und Patientinnen, die eine Anweisung nicht verstehen, ignorieren oder nicht befolgen können, sollte kein Pessar eingelegt werden.

Warnung:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Fluor mit Geruch ist schnellstmöglich der behandelnde Arzt zu konsultieren. Obwohl Cremes und Gele die Therapie mit Pessaren verbessern, wurde die Verträglichkeit dieser Produkte nicht mit dem Pessarmaterial getestet. Schwerwiegende Komplikationen, die dem Pessar zuzuschreiben sind, sind dem Hersteller und gegebenenfalls den zuständigen Behörden zu melden.

Haltbarkeit:
Das Pessar hat eine Haltbarkeit in der Originalverpackung von 10 Jahren ab Herstellungsdatum. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir eine Verwendung von drei Jahren. Sollten bei der Begutachtung des Pessars Risse, Verformungen oder Verfärbungen auftreten, so ist das Pessar zu jedem Zeitpunkt auszuwechseln.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können im desinfizierten Zustand als Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind länderspezifische Vorschriften zu beachten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022