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Siebschalenpest aus Metall 70mm (1 Stück)

Siebschalenpest aus Metall 70mm (1 Stück)

Normaler Preis 318,99 DKK
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Type : Bandagen

SKU : 04806585

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Produkteigenschaften:

Arabin (Sieb)Schalenpessar

Bestandteile und Lagerung:
Das Siebschalen- oder Schalenpessar besteht aus gewebeverträglichem Silikon, das sich leicht falten lässt. Es kann bei Raumtemperatur zwischen 1°C und 30°C, geschützt vor UV-Strahlung und ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden. Das perforierte Modell ermöglicht einen besseren Abfluss des Sekrets.

Indikation:
Das Schalen- oder Siebschalenpessar wird zur Behandlung von Patientinnen mit leichteren Formen von Gebärmuttersenkung und/oder Stressinkontinenz eingesetzt. Die Indikation wird vom behandelnden (Uro-)Gynäkologen gestellt und der Therapieerfolg von ihm/ihr kontrolliert. Voraussetzung ist ein noch (wenn auch verminderter) Beckenboden, der die Belastung tragen kann. Durch die Repositionierung des Prolapses und die Unterstützung der Harnröhre kann es auch der Entwicklung einer Stressinkontinenz vorbeugen. Die Therapie mit dem Schalenpessar zielt darauf ab, die Prolapsbeschwerden der Patientin zu lindern, auch in Kombination mit ergänzenden Maßnahmen wie Beckenbodentraining und/oder medikamentöser Therapie. Selbst wenn langfristig eine Operation geplant ist, kann das Schalenpessar als „Vorbereitung“ eingesetzt werden.

Schulung:
Hat ein/e behandelnde/r Arzt/Ärztin wenig Erfahrung mit der Pessar-Therapie, empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Homepage www.dr-arabin.de oder die Weiterleitung an erfahrene KollegInnen.

Größen:
Schalenpessare werden nach dem Schalendurchmesser bemessen und sind in Größen von 55 mm bis 95 mm Durchmesser erhältlich. Das kleinste Umfangspessar, welches gerade hält, sollte verwendet werden. Bei Unsicherheiten bei der Größenbestimmung kann unser Anpassungsset helfen.

Anwendung:
Der/die behandelnde Arzt/Ärztin passt das Pessar bei der Erstuntersuchung an. Es sollte unter Belastung wie Husten, Pressen und Bewegung getestet werden, ob es hält, woraufhin der/die Arzt/Ärztin den Sitz erneut kontrollieren kann. Das Pessar ist für die Patientin leicht selbst zu wechseln, d.h. abends zu entfernen und morgens wieder einzusetzen. Der/die behandelnde Arzt/Ärztin kann weitere Maßnahmen empfehlen, wie eine vorangehende oder parallele Hormonbehandlung. Dies kann das Einsetzen und Wechseln des Pessars erleichtern und ggf. den Epithel- und Gewebeaufbau unterstützen. Das Wechseln durch die Patientin sollte am besten im Stehen erfolgen, wobei ein Bein auf einen Stuhl gestellt werden kann; ist dies zu schwierig, kann es auch unter leichter Spreizung der Beine stehend an einer Wand oder liegend erfolgen. Beim Einsetzen sollte die Patientin darauf achten, dass die Schale zusammengedrückt und hinten in das Scheidengewölbe gelegt und dann entfaltet wird. Beim Entfernen zieht die Patientin die Schale durch die zentrale Öffnung mit dem Zeigefinger heraus. Sollte die Patientin keinen Urin lassen können, sollte das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewählt werden. Die Patientin muss angewiesen werden, alle Probleme während der Pessartherapie sofort zu melden.

Nachuntersuchung:
Nach dem ersten Einsetzen des Pessars sollte die Patientin nach einer Woche (spätestens nach vier Wochen) erneut untersucht werden. Bei jeder Nachuntersuchung sollte das Pessar entnommen und gereinigt werden, und die Vagina muss auf Erosionen, Druckstellen oder allergische Reaktionen untersucht werden. Nicht selten ändert sich die Größe des Pessars nach der Erstanpassung. Die Patientin sollte dann erneut angewiesen werden, innerhalb von ein bis zwei Wochen eine erneute Untersuchung vornehmen zu lassen. Werden bei der Untersuchung des Pessars Defekte oder Form- oder Farbveränderungen festgestellt, muss es ersetzt werden. Die Patientin sollte möglichst über den gesamten Behandlungszeitraum vom selben Arzt/derselben Ärztin betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die das effektive Entfernen, Einsetzen und Pflegen des Pessars demonstrieren kann, können Nachuntersuchungen nach Ermessen des Arztes/der Ärztin länger auseinanderliegen.

Verwendung/Reinigung:
Das (Sieb-)Schalenpessar gilt als therapeutisches Produkt und darf nur von einer Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter fließendem Wasser ohne die Verwendung von Desinfektionsmitteln.

Nebenwirkungen/Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform sind, sind sie ein „Fremdkörper“. Die häufigste Nebenwirkung ist vermehrter Ausfluss und möglicherweise Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch die Verwendung eines sauren Vaginalgels und/oder einer Fettcreme verringert werden und kann auch Juckreiz verhindern. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer treten und im schlimmsten Fall dislozieren. Die Patientin muss angewiesen werden, die Schale wieder in die Vagina hochzuschieben. Postmenopausale Frauen mit dünner Vaginalschleimhaut sind anfälliger für vaginale Wunden bei der Verwendung eines Pessars. Eine Behandlung mit Östrogencreme kann die Vaginalschleimhaut widerstandsfähiger gegen Erosionen machen, da Östrogen Entzündungen reduziert und die Epithelreifung fördert. Bei längerer Liegedauer und/oder Östrogenmangel können Druckbeschwerden in der Vaginalschleimhaut entstehen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird und kann dann schwer zu entfernen sein. Bei absoluter Unverträglichkeit kann ein kleineres Ringpessar oder, bei häufigem Verrutschen, ein Würfelpessar gewählt werden. Ein täglicher Wechsel durch die Patientin verhindert eine Gewebeüberdehnung und Drucksymptome.

Liegedauer:
Die Therapie ist „kurzfristig“, d.h. das Pessar kann bis zu 30 Tage ununterbrochen liegen bleiben, wonach es entfernt und gereinigt werden muss. Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.

Kontraindikationen:
Prolaps Grade III-IV, die mit Würfel- oder Kegelpessaren behandelt werden können. Bei pflegebedürftigen Patientinnen oder solchen, die keinen regelmäßigen Wechsel gewährleisten können, kann es ratsam sein, eine Pflegeperson oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechsels einzubeziehen. Bei Schmerzen, Blutungen oder starkem Fluor sollte der/die behandelnde Arzt/Ärztin konsultiert werden. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wäre aber auch eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, einschließlich entzündlicher Erkrankungen der Vagina oder des Beckens, schließen die Verwendung eines Pessars aus, bis die Infektion behoben ist. Gebrechliche Patientinnen und Patientinnen, die Anweisungen nicht verstehen, ignorieren oder nicht überwacht werden können, sollten kein Pessar erhalten.

Warnhinweis:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremem Ausfluss mit Geruch sollte der/die behandelnde Arzt/Ärztin so schnell wie möglich konsultiert werden. Obwohl Cremes und Gele die Behandlung mit Pessaren verbessern, ist die Verträglichkeit dieser Produkte an den Materialien des Pessars nicht getestet. Schwerwiegende Komplikationen, die dem Pessar zugeschrieben werden können, sollten dem Hersteller und ggf. den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Haltbarkeit:
Dem Pessar wird eine Haltbarkeit von 10 Jahren ab Herstellungsdatum in Originalverpackung zugesprochen. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Sollten bei der Inspektion des Pessars Risse, Verformungen oder Verfärbungen auftreten, muss das Pessar stets ersetzt werden.

Entsorgung:
Gebrauchte und beschädigte Silikonprodukte können im Reinzustand zu Hause im Hausmüll entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen sind die nationalen Vorschriften zu beachten.

Diese Gebrauchsanweisung wurde zuletzt im Juli 2020 überarbeitet.

Quelle: www.dr-arabin.de
Datum: 01/2022