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Acimethin (50 Stk.)

Acimethin (50 Stk.)

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Type : Verschiedene Arzneimittel

SKU : 03451252

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Acimethin 500 mg Filmtabletten.
Wirkstoff: Methionin. Anwendungsgebiete: zur Harnansäuerung mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, zur Wirkungsoptimierung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 - 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin sowie zur Steinprophylaxe bei Phosphatsteinen (Struvit, Carbonatapatit, Brushit).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Acimethin 500 mg Filmtabletten zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren.
Wirkstoff: Methionin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Acimethin und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Acimethin beachten?
  3. Wie ist Acimethin einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Acimethin aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Acimethin und wofür wird es angewendet?

Acimethin ist ein physiologisches Urologikum.

Acimethin wird angewendet zur Harnansäuerung:
  • mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen.
  • zur Wirkungsoptimierung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 - 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin.
  • zur Steinprophylaxe bei Phosphatsteinen (Struvit, Carbonatapatit, Brushit).


2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Acimethin beachten?

Acimethin darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Methionin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Homocystinurie (angeborene Stoffwechselerkrankung).
  • bei Harnsäure- und Cystinsteinleiden (Stoffwechselprodukte).
  • bei Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion).
  • bei Oxalose (vermehrter Ablagerung von Calciumoxalatkristallen im Nierengewebe und/oder anderen Organen).
  • bei Methionin-Adenosyltransferase-Mangel (Stoffwechselerkrankung).
  • bei metabolischer (z. B. renal-tubulärer) Azidose (Blutübersäuerung).
  • bei Säuglingen.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Acimethin einnehmen. Wegen der Gefahr der Synthese neurotoxischer Mercaptane im bakteriellen Stoffwechsel sollen Patienten mit Leberfunktionsstörung oder hepatogener Enzephalopathie (Gehirnschädigung infolge einer Lebererkrankung) Methionin nicht einnehmen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Bei einem Mangel an Folsäure, Vitamin B2, B6 und/oder B12 kann es unter einer Methionin-Therapie zu einem Anstieg des Homocystein-Spiegels kommen. Ein Anstieg des Homocysteins im Blut kann als unabhängiger Risikofaktor für die zu „Gefäßverkalkung“ führenden Veränderungen an Blutgefäßen angesehen werden. Bei einer Langzeitbehandlung mit Acimethin ist daher auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und B-Vitaminen über die Nahrung zu achten. Gegebenenfalls ist eine Nahrungsergänzung vorzunehmen. Unter einer hypothyreoten Stoffwechsellage (Schilddrüsenunterfunktion) kann der Homocystein-Plasmaspiegel erhöht sein. Daher ist vor einer Methionin-Behandlung die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen. Unter Methionin-Belastung kann es zu einer erhöhten Calciumausscheidung im Urin (Hyperkalzurie) kommen. Bei einer Langzeitbehandlung mit Acimethin ist deshalb eine regelmäßige Kontrolle des Mineralhaushaltes wichtig. Bei azidosegefährdeten Patienten sollte eine Langzeitbehandlung mit Acimethin unter regelmäßiger Kontrolle des Säure-Basen-Haushaltes im Blut durchgeführt werden.

Einnahme von Acimethin zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Substanzen (z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nitrofurantoin und Nalidixinsäure), die durch die Ansäuerung des Urins in der Niere verstärkt rückresorbiert werden, kann es durch die Verlängerung der Plasmahalbwertszeit zu einer Wirkungsverstärkung kommen. Die gleichzeitige Gabe von Levodopa und Methionin kann bei Parkinson-Patienten zu einer Verschlechterung der Levodopa-Wirkung führen. Eine erhöhte Dosis an Methionin sollte bei diesen Patienten vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Für die Anwendung von Methionin in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Daten vor. Schwangere und Stillende sollten Acimethin nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den Arzt einnehmen.

3. Wie ist Acimethin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:
Im Allgemeinen sind 3 x täglich 1 - 2 Filmtabletten ausreichend. Um rasch eine Harnansäuerung zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Behandlung mit 3 x täglich 2 Filmtabletten zu beginnen. In besonderen Fällen und auf ärztliche Anweisung können auch höhere Dosen von nicht azidosegefährdeten Patienten eingenommen werden. Ziel ist ein pH-Wert des Urins unter pH 6. Es ist zu berücksichtigen, dass die Wirkung von Acimethin auch erst nach 5 - 6 Tagen eintreten kann. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen. Die Dauer der Behandlung wird vom Arzt bestimmt und richtet sich ausschließlich nach der therapeutischen Notwendigkeit.

Kinder:
Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Anwendung von Acimethin bei Kindern vor. Acimethin soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge Acimethin eingenommen haben, als Sie sollten:
Methionin, der Wirkstoff von Acimethin, ist eine Aminosäure, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann, die er aber für den Eiweißaufbau benötigt. Methionin ist in vielen Nahrungsmitteln natürlich enthalten. Intoxikationen (Symptome einer Überdosierung) sind bisher nicht bekannt geworden.

Wenn Sie die Einnahme von Acimethin vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei azidosegefährdeten Patienten besteht die Möglichkeit der Verschiebung des Blut-pH-Wertes in den sauren Bereich. Die Einnahme von Acimethin kann zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Schläfrigkeit und Reizbarkeit führen.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Acimethin aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Umkarton angegebenen Verfalldatum „Verwendbar bis“ nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 25°C lagern. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Acimethin enthält:
Der Wirkstoff ist: Methionin. Jede Filmtablette enthält 500 mg Methionin. Die sonstigen Bestandteile sind: Povidon K 30, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Crospovidon, Siliciumdioxid, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose, Macrogol (6000), Talkum, Butylmethacrylat-Copolymer, basisches (Ph.Eur.), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), Hypromellose.

Wie Acimethin aussieht und Inhalt der Packung:
Acimethin sind runde, gewölbte Filmtabletten von matt roter bis grauroter Farbe mit einem weißen Tablettenkern. Acimethin ist in Packungen mit 25, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Straße 3
89079 Ulm

Hersteller:
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3
89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 07/2020

Wirkstoff: Methionin. Anwendungsgebiete: zur Harnansäuerung mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, zur Wirkungsoptimierung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 - 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin sowie zur Steinprophylaxe bei Phosphatsteinen (Struvit, Carbonatapatit, Brushit).