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Acimethin (100 Stk.)

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Type : Diverse Medikamente

SKU : 03451269

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Wichtige Informationen (Pflichtangaben):

Acimethin 500 mg Filmtabletten.
Wirkstoff: Methionin. Anwendungsgebiete: als harnansäuernde Substanz mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 – 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin und zur Vermeidung von Nierensteinen bei Phosphatsteinen (Struvit, Karbonatapatit, Brushit).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder in Ihrer Apotheke!


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Acimethin 500 mg Filmtabletten, zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren
Wirkstoff: Methionin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
  • Wenn Sie sich nach nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:
  1. Was ist Acimethin und wofür wird es angewendet?
  2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Acimethin beachten?
  3. Wie ist Acimethin einzunehmen?
  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  5. Wie ist Acimethin aufzubewahren?
  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. WAS IST ACIMETHIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Acimethin ist ein physiologisches Urologikum.

Acimethin wird angewendet als harnansäuernde Substanz:
  • mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen.
  • zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 – 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin.
  • zur Vermeidung von Nierensteinen bei Phosphatsteinen (Struvit, Karbonatapatit, Brushit).


2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ACIMETHIN BEACHTEN?

Acimethin darf nicht eingenommen werden:
  • wenn Sie allergisch gegen Methionin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Homocystinurie (angeborene Stoffwechselerkrankung).
  • bei Harnsäure- und Cystinsteinleiden (Stoffwechselprodukte).
  • bei Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion).
  • bei Oxalose (vermehrte Ablagerung von Calciumoxalatkristallen im Nierengewebe und/oder anderen Organen).
  • bei Methionin-Adenosyltransferase-Mangel (Stoffwechselerkrankung).
  • bei metabolischer (z.B. renal-tubulärer) Azidose (Blutübersäuerung).
  • bei Säuglingen.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Acimethin einnehmen. Wegen der Gefahr der Synthese neurotoxischer Mercaptane im bakteriellen Stoffwechsel sollten Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder hepatogener Enzephalopathie (hirnorganische Veränderungen durch Lebererkrankung) kein Methionin einnehmen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Bei Folsäure-, Vitamin B2-, B6- und/oder B12-Mangel kann es unter einer Methionin-Therapie zu einem Anstieg der Homocysteinspiegel kommen. Eine erhöhte Menge an Homocystein im Blut kann als ein unabhängiger Risikofaktor für die „Verkalkungen“ hervorrufenden Veränderungen der Blutgefäße angesehen werden. Daher sollte bei längerfristiger Einnahme von Acimethin auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure und B-Vitaminen über die Nahrung geachtet werden. Gegebenenfalls kann eine Nahrungsergänzung in Erwägung gezogen werden. Unter einer hypothyreoten Stoffwechsellage (Schilddrüsenunterfunktion) kann der Homocystein-Plasmaspiegel erhöht sein. Somit sollte die Schilddrüsenfunktion vor Beginn einer Methionin-Therapie überprüft werden. Bei einer Methioninbelastung kann es zu einer erhöhten Calciumausscheidung im Urin (Hyperkalzurie) kommen. Bei einer Langzeitbehandlung mit Acimethin ist daher eine regelmäßige Kontrolle des Mineralstoffhaushaltes wichtig. Bei azidosegefährdeten Patienten sollte die Langzeittherapie mit Acimethin unter regelmäßiger Kontrolle des Säure-Basen-Haushaltes im Blut erfolgen.

Einnahme von Acimethin zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Bei gleichzeitiger Gabe von Substanzen (z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nitrofurantoin und Nalidixinsäure), die bei saurem Urin verstärkt in den Nieren rückresorbiert werden, kann es zu einer Verlängerung der Plasmahalbwertszeit und damit zu einer Wirkungsverstärkung kommen. Die Kombination von Levodopa und Methionin kann bei Patienten mit Parkinson-Krankheit zu einer Minderung der Wirksamkeit von Levodopa führen. Eine erhöhte Methionindosierung sollte bei diesen Patienten vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es liegen keine ausreichenden Daten für die Anwendung von Methionin in Schwangerschaft und Stillzeit vor. Schwangere und Stillende sollen Acimethin nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt einnehmen.

3. WIE IST ACIMETHIN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Im Allgemeinen genügen 3 x täglich 1 – 2 Filmtabletten. Um einen raschen harnansäuernden Effekt zu erzielen, empfiehlt es sich, mit 3 x täglich 2 Filmtabletten zu beginnen. In besonderen Fällen und auf ärztliche Anordnung können von nicht azidose-gefährdeten Patienten höhere Dosen eingenommen werden. Therapeutisches Ziel ist ein pH-Wert des Harns kleiner pH 6. Es ist zu berücksichtigen, dass die Wirkung von Acimethin erst nach 5 – 6 Tagen einsetzen kann. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen. Die Dauer der Anwendung wird vom Arzt bestimmt und hängt allein von der therapeutischen Notwendigkeit ab.

Kinder:
Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen für die Anwendung von Acimethin bei Kindern vor. Acimethin soll daher bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge Acimethin eingenommen haben, als Sie sollten:
Methionin, der Wirkstoff von Acimethin, gehört zu den Aminosäuren, die der menschliche Körper selbst nicht bilden kann, die er aber zum Eiweißaufbau benötigt. Methionin ist natürlicherweise in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Intoxikationen (Überdosierungen) sind bisher nicht bekannt geworden.

Wenn Sie die Einnahme von Acimethin vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei azidosegefährdeten Patienten kann es zu Verschiebungen des Blut-pH-Wertes in den sauren Bereich kommen. Die Einnahme von Acimethin kann Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Benommenheit und Reizbarkeit verursachen.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST ACIMETHIN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Umverpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 25 °C lagern. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Acimethin enthält:
Der Wirkstoff ist: Methionin. Jede Filmtablette enthält 500 mg Methionin. Die sonstigen Bestandteile sind: Povidon K 30, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Crospovidon, Siliciumdioxid, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose, Macrogol (6000), Talkum, Butylmethacrylat-Copolymer basisch (Ph.Eur.), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), Hypromellose.

Wie Acimethin aussieht und Inhalt der Packung:
Acimethin sind runde, gewölbte Filmtabletten von matt roter bis grauroter Farbe mit weißem Tablettenkern. Acimethin ist in Packungen mit 25, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Straße 3
89079 Ulm

Hersteller:
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3
89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

Quelle: Angaben der Gebrauchsinformation
Stand: 07/2020

Wirkstoff: Methionin. Anwendungsgebiete: als harnansäuernde Substanz mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Vorbeugung bei Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika mit Wirkungsoptimum im sauren Urin (pH 4 – 6): z.B. Ampicillin, Carbenicillin, Sulfonamide, Nalidixinsäure, Nitrofurantoin und zur Vermeidung von Nierensteinen bei Phosphatsteinen (Struvit, Karbonatapatit, Brushit).